Das
Internet ist für viele kaum noch wegzudenken. Die zahlreichen Informations-, Unterhaltungs- und Shopping-Angebote im Netz werden eifrig genutzt. Die Rechner der Millionen Internetsurfer benötigen eigene IP-Adressen, diese könnten aber bei dem aktuell verwendeten Internetprotokoll IPv4
schon in wenigen Jahren knapp werden. Das erweiterte IPv6 soll Abhilfe schaffen, der mögliche Adressraum würde sich um ein Vielfaches vergrößern. Die
technische Umsetzung von IPv6 lässt aber noch auf sich warten.
Fritz!Box 7270 wird IPv6-fähig
AVM, Netzwerkspezialist aus Berlin, hat nun angekündigt, das neue Internetprotokoll in seinen
DSL-Router Fritz!Box zu integrieren. Zur kommenden CeBIT Anfang März stellt AVM erstmals eine neue Firmware mit IPv6 für die
Fritz!Box Fon WLAN 7270 zum Download im Bereich Fritz!Labor zur Verfügung. Über einen Testzugang des DSL-
Providers freenet wurde das erweiterte Internetprotokoll bereits erprobt.
Technisch verwendet AVM eine sogenannte 6to4-Tunnellösung, bei der IPv6-Pakete über IPv4 transportiert werden. In LAN- und
WLAN-Netzwerken können beide Internetprotokolle parallel betrieben werden. IPv6 erlaubt die Adressierbarkeit jedes Endgerätes, bereits bestehende Dienste wie
VoIP, P2P oder Videokonferenzen werden durch Nutzung des neuen Protokolls erleichtert.
Neue Firmware bringt neue Funktionen für Telefonie und UMTS
Neue Firmware für die Fritz!Box 7270 bringt IPv6. Bild: AVM
Aktuell findet sich auf der AVM-Homepage bereits - als Vorschau auf die kommende offizielle neue Firmware Version 54.04.70-13679 - eine
Beta, die allerdings nur zu Testzwecken genutzt werden sollte. Vor allem auch für die Telefonie mit dem schnurlosen Telefon
FRITZ!Fon MT-D bringt die neue Firmware Verbesserungen. So lassen sich auch bei ausgeschaltetem
Computer E-Mails über das Schnurlostelefon lesen und IP-Telefone per WLAN an der Fritz!Box anmelden. Die Freisprechfunktion wurde verbessert, die Anrufliste hat Filterfunktionen erhalten.
UMTS-Modems verschiedener Hersteller können über den USB-Anschluss der Fritz!Box genutzt werden. UMTS steht dann als alternativer
Internetzugang bei einer Unterbrechung der DSL-Verbindung bereit.