Das
soziale Online-Netzwerk Facebook zählt weltweit über 100 Millionen Mitglieder. Anfang Februar sorgte der deutsche Ableger
durch eine heimliche AGB-Änderung für Empörung bei den Nutzern. Auch nach einer Account-Löschung wollte man das alleinige Nutzungsrecht der gespeicherten Profildaten für sich beanspruchen. Facebook-Gründer Mark Zuckerberg ruderte aufgrund des großen Protestes der Mitglieder schließlich wieder zurück und die
Änderungen der Geschäftsbedingungen wurden annuliert.
Künftig bessere Informationen
Nach Angaben des Nachrichtenmagazins "Focus" gab das soziale Netzwerk Fehler zu. "Wir werden jeden Nutzer zukünftig über Neuerungen unserer AGB benachrichtigen", erklärte Facebook-Sprecherin Debbie Frost. Die Klauseln, die zum Protest geführt hatten, sollen verständlicher formuliert werden. Deutsche Datenschützer kritisieren ohnehin die Geschäftsbedingungen des US-Netzwerkes. "Der Text ist ein unzumutbarer Mix aus schlechtem Deutsch und englischer Rechtssprache. Um hierzulande wirksam zu sein, muss Facebook seine AGB in Deutsch verfassen und inhaltlich anpassen", erläuterte Rechtswissenschaftler Jürgen Taeger von der Universität Oldenburg gegenüber dem Magazin.
Facebook mit starkem Wachstum in Deutschland
In Deutschland verzeichnet Facebook ein schnelles Wachstum, Ende Januar gab das Netzwerk bekannt, dass sich bei
Facebook Deutschland inzwischen über zwei Millionen Mitglieder registriert hätten. Als mittelfristiges Ziel hatte das US-Unternehmen bekanntgegeben, an den führenden deutschen sozialen Netzwerken, studiVZ und schülerVZ, vorbeizuziehen, um in Deutschland die Nummer eins zu werden.