Kleine, günstige Mini-Notebooks haben seit der Vorstellung des
Eee PC von Asus reißenden Absatz gefunden. Als Bezeichnung für die neue Geräteklasse setzte sich schnell der Begriff
Netbook durch. Doch Psion, einer der Miterfinder von elektronischen Organizern, hatte den Begriff schon 1996 markenrechtlich schützen lassen und diesen im Jahr 2000 auch auf Notebooks erweitert. Dagegen geht nun Computerhersteller Dell stellvertretend für die gesamte Branche gerichtlich vor.
Markenlöschung beantragt
Dell hat beim Patentamt in den USA einen Antrag auf Löschung der Marke Netbook eingereicht. Der Computerhersteller begründet dies damit, dass Psion derzeit keine Produkte mehr, insbesondere Notebooks, unter dieser Bezeichnung anbietet. Psion würde den Namen daher missbräuchlich gebrauchen, da die Registrierung als Marke mit einer mindestens fünfjährigen geschäftlichen Nutzung verbunden sei. Dell führt zudem an, dass sich der Begriff Netbook auf breiter Basis bei Herstellern wie Dell, Hewlett-Packard, Lenovo, Acer, Asus oder Sony sowie bei Medien und Verbrauchern durchgesetzt habe.
Wikipedia und Google reagieren
Die derzeitige ungeklärte Rechtslage hat auch Auswirkungen in Deutschland. Die Online-Enzyklopädie Wikipedia hat den Artikel zum Begriff Netbook "wegen eines möglichen Verstoßes gegen das Urheberrecht" entfernt. Die deutsche Seite der Suchmaschine Google lässt auf Betreiben von Psion bis zu einer rechtlichen Klärung keine Werbeschaltungen zum Thema Netbook mehr zu.