Freitag, 20.02.2009 09:01

Umsatz mit Musik-Downloads übertrifft Prognosen

aus dem Bereich Sonstiges
Legale Musik aus dem Internet ist gefragt wie nie zuvor: Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland Songs und Musikalben im Wert von 80 Millionen Euro auf Computer geladen und damit einen Rekordumsatz erzielt.

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34 Prozent Umsatzsteigerung

Die neuen Zahlen des Hightech-Verbands Bitkom beruhen auf einer Erhebung des Marktforschungsinstituts GfK und bedeuten eine leichte Anhebung der Prognosen vom vergangenen Herbst. Demnach wurde 2008 ein Umsatzplus im Vergleich zum Vorjahr von 34 Prozent erreicht. Die Zahl der Verkaufsvorgänge stieg um 17 Prozent auf 40 Millionen.

"Der Markt für Musik-Downloads hat die Erwartungen trotz Wirtschaftskrise übertroffen", sagte Bitkom-Vizepräsident Achim Berg. "Wir rechnen auch 2009 mit einem vergleichsweise starken Wachstum. Immer mehr Menschen wollen ihre Wunschmusik bequem am PC auswählen." Der heutige Microsoft-Manager Berg hat 2004 seine ganz eigenen Erfahrungen mit Musik-Downloads gemacht: Einst in Diensten der damaligen Telekom-Sparte T-Com wirkte er an der Entwicklung von Phonoline mit, dem im Jahre 2004 gescheiterten Download-Projekt der deutschen Musikbranche.

Bitkom Musik-Downloads 2008
Absatz und Umsatz der Musik-Downloads. Grafik: Bitkom
Preise sinken leicht

Männer stellten laut Bitkom 62 Prozent der Kunden, doch der Anteil von Frauen an den Downloads sei von 36 Prozent im Jahr 2007 auf 38 Prozent in 2008 gestiegen. Ebenfalls um zwei Prozentpunkte auf nunmehr 35 Prozent stieg der Anteil von Käufern ab 30 Jahren. "Musik-Downloads sind längst kein Phänomen der jungen Generation mehr, sondern gewinnen in allen Altersgruppen an Beliebtheit", so Berg.

Der Durchschnittspreis für Einzelsongs liege derzeit bei 1,10 Euro und zeigt damit eine leicht fallende Tendenz. Der Preis pro Download hänge oft von Nutzungsrechten ab, die bei vielen Anbietern durch einen Kopierschutz eingeschränkt sind. Dateien, die unbegrenzt vervielfältigt werden könnten, seien in der Regel teurer. Der Trend in den Onlineshops geht aber zunehmend in Richtung kopierschutzfreier Musikstücke bei unveränderter Preisstruktur.
Michael Posdziech
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