Ein parfümierter Gigolo ist es nicht, eher ein unrasierter Cowboy, den so leicht nichts umhaut. Dieses Image wollte Sonim offenbar etwas aufpolieren und zog dem
Quest XP1 ein Paar Lackschuhe an. Und fertig war Nachfolger XP3 Quest, den der amerikanische Hersteller jetzt auf der
Mobilfunkmesse in Barcelona präsentiert.
Belastbares Raubein
Vorgänger
Sonim XP1 schnitt im Redaktionstest als belastbares Raubein gut ab. Nahezu unzerstörbar, hat das Gerät auf Baustellen, beim Militäreinsatz und im Dschungel-Camp ein Heimspiel.
Auf dem High-Tech-Parkett der
Mobilfunk-Fans hingegen machte das Rambo-Handy keinen sehr guten Start. Darum hat Sonim ihm eine Zwei-Megapixel-Kamera, Global Positioning System (GPS), PC-Synchronisation und einen Web Browser spendiert.
UMTS-Unterstützung sucht man jedoch vergebens.
Noch robuster
Ein harter Brocken: Das XP3.
Foto: Sonim
Dafür soll das Gerät jetzt dreißig Minuten in einer Wassertiefe von einem Meter schadlos überstehen und einen Sturz auf Beton aus zwei Meter Höhe nur mit einem Achselzucken quittieren. Vorgänger XP1 verträgt nur einen 1,6-Meter-Sturz ohne Schramme und gilt als wasserfest, ist aber längeren Tauchmanövern nicht gewachsen.
Das Tri-Band-Handy ist nach dem Militärstandard
IP-54 zertifiziert. Es wiegt 128 Gramm, arbeitet bei minus 20 bis plus 60 Grad Celsius, erträgt Erschütterungen wischen fünf und 500 Hertz und hat ein kratzfestes, wenn auch mit 128x160 Pixel eher grob auflösendes, Display.
Die extrabreiten Tasten lassen sich auch mit Arbeitshandschuhen bedienen. Eher Standard: die Akkulaufzeit mit fünf Stunden Dauergespräch und acht Tagen Standby.