"Bis Ende 2010 wird es im Mobilfunkmarkt aber eine LTE-Lösung geben", ist sich Akhavan sicher. Bereits in diesem Jahr soll in Deutschland der
Testbetrieb des UMTS-Beschleunigers HSPA+ aufgenommen werden, der Downloadraten von bis zu 28 Megabit pro Sekunde erlaubt.
Zusätzliche mobile Dienste
Gleichzeitig setzen die Mobilfunkbetreiber auf das Angebot zusätzlicher Dienstleistungen, um ihre Datenumsätze in die Höhe zu treiben. In Barcelona kündigte
T-Mobile die Zusammenarbeit mit Handy-Weltmarktführer Nokia bei dessen Plattform Ovi an. Noch vor einem Jahr hatte T-Mobile es strikt abgelehnt, den Kunden einen Zugang zum Ovi-Angebot zu öffnen. Man habe die Kunden mit verschiedenen Angeboten nicht verwirren wollen, sagte Akhavan. T-Mobile hatte mit Mobile Jukebox bereits ein eigenes Musikangebot im Programm. Nun wird Ovi in die bestehenden T-Mobile-Anwendungen integriert.
Die Entwicklung eigener Anwendungen steht für den T-Mobile-Chef aber bislang nicht im Fokus. "Wir werden nicht mit Anbietern von Software und Suchmaschinen konkurrieren. Aber wir haben eine Menge bei der Integration der verschiedenen Anwendungen getan."
EU-Regulierung bereitet Anbietern Sorge
Mit den Erlösen aus dem mobilen
Internet wollen die Mobilfunkbetreiber sinkende Umsätze aus der Sprachtelefonie auffangen. Die Folgen der Finanzkrise bekomme das Unternehmen bislang nicht zu spüren. "Bis heute haben wir keine dramatischen Veränderungen gesehen", sagte Akhavan. Mehr Sorgen macht dem T-Mobile-Chef die zunehmende Beschneidung von Mobilfunkeinnahmen durch die EU-Regulierung. In der Branche wird damit gerechnet, dass
Terminierungsentgelte und Roaming-Gebühren noch weiter sinken werden. "Das zwingt uns, über unsere Investitionsstrategie nachzudenken", sagte Akhavan. "Bislang haben wir aber nicht vor, weniger zu investieren."