Der weltweite Anstieg des Datenverkehrs durch die verstärkte Nutzung des
mobilen Internets ist nach den Worten von T-Mobile-Chef Hamid Akhavan eine der Herausforderungen der Zukunft für die Mobilfunk-Branche.
Umsätze wachsen nicht mit
"Wir werden uns über die Kostenstrukturen sicher Gedanken machen müssen", sagte der
Telekom-Vorstand der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX auf dem Mobile World Congress in Barcelona. Denn die Umsätze, die die Unternehmen mit der Übermittlung der Daten machen, wachsen nicht in gleichem Maße wie die Nachfrage nach mobilem Internet. "Dieser Effekt ist völlig natürlich und auch im Festnetz haben wir dieselbe Entwicklung gehabt", sagte Akhavan. "Das mobile Internet wird aber der Motor für Wachstum bleiben."
Allein im vergangenen Jahr hatte der Datenverkehr bei
T-Mobile sich verdreifacht. Die Umsätze stiegen um 45 Prozent. Auch für 2009 rechnet Akhavan mit ähnlichen Wachstumsraten beim mobilen Datenverkehr.
Sparen durch technischen Fortschritt
Sparen könnten die Unternehmen in erster Linie bei der Netzwerkarchitektur. "Hier werden wir vom technologischen Fortschritt profitieren", sagte Akhavan. Um die Mobilfunknetze mit
Standards der nächsten Generation wie Long Term Evolution (LTE) aufzurüsten, seien allerdings zusätzliche Frequenzspektren notwendig. "Wir brauchen bestimmte Spektren, die für den Flächenausbau auch bezahlbar sind", betonte Akhavan und erneuerte die
Forderung der Mobilfunkindustrie nach der sogenannten Digitalen Dividende.
Die Netzbetreiber wollen durch die Digitalisierung von Rundfunk freigewordene Frequenzen für mobile Breitbanddienste nutzen. Solange nicht über diese Frequenzen entschieden sei, könnten Entscheidungen über die Einführung von Standards wie des
UMTS-Nachfolgers LTE nicht getroffen werden.