Sonntag, 15.02.2009 14:01

Online-Preisvergleiche mit fehlerhaften Angaben

aus dem Bereich Sonstiges
Im Internet lässt sich so manches günstige Schnäppchen machen. Einen Überblick über die Angebote der zahlreichen Online-Shops bieten etliche Preissuchmaschinen. Doch sind die Angaben dieser Preisvergleichsseiten auch korrekt? Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen nahm sechs Anbieter genauer unter die Lupe.

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Test von sechs Anbietern

Getestet wurden Billiger.de, Evendi.de, Meta-Preisvergleich.de, Guenstiger.de, Idealo.de und Kelkoo.de. Die Verbraucherschützer analysierten anhand von zehn Testprodukten die Qualität der jeweiligen Suchergebnisse. Erfreulich: Im Vergleich mit den unverbindlichen Preisempfehlungen der Hersteller waren die gefundenen Online-Angebote 30 bis 45 Prozent günstiger.

Ersparnisse von bis zu 45 Prozent

Gegenüber fünf Reklameangeboten aus dem Elektrohandel vor Ort taten sich die digitalen Schnäppchensucher dagegen schwerer. Bei 12 von 30 Versuchen konnten die speziellen Internetsuchmaschinen keinen günstigeren Preis angeben. Laut Verbraucherzentrale NRW zeigte evendi.de hier allerdings seine Stärken. Zu vier der fünf Angebote konnte das Suchportal günstigere Einkaufsquellen vorweisen. Als erfolgreichste Preissuchmaschine im Test erwies sich aber idealo.de. Für fünf der zehn gesuchten Produkte wurde das preiswerteste Angebot ermittelt. Billiger.de und Kelkoo.de bildeten dagegen die Schlusslichter, da sie zu keinem der Produkte den günstigsten Preis vorschlagen konnten. Die Verbraucherzentrale NRW empfiehlt bei einem Online-Preisvergleich mehrere Preissuchmaschinen zu benutzen und nicht nur einem Anbieter zu vertrauen.

Ergebnisse nicht selten mit unpräzisen Angaben

Doch nicht alle Angaben hielten einer näheren Überprüfung stand. Mehr als jeder dritte Endpreis sei laut den Testern unpräzise oder falsch gewesen. Insbesondere die Versandkosten würden nicht immer korrekt angegeben. Besonders ungenaue Informationen gaben hier Megapreisvergleich.de und guenstiger.de. Nach Angaben der Verbraucherzentrale seien Anbieter von Preissuchmaschinen aber rechtlich dazu verpflichtet "stets aktuell" die korrekten Produktpreise mit gesonderten Versandkosten zu nennen. Im Test wurden Unterschiede von bis zu 140 Euro durch fehlerhafte Angaben ausgemacht.

Bemängelt wurden aber auch fehlende Filtermöglichkeiten der Suchergebnisse. Idealo.de und andere boten keine Möglichkeit, das Suchergebnis nach dem Gesamtpreis inklusive Versandkosten zu sortieren. Das insgesamt günstigste Angebot war dadurch nicht ganz oben auf der Liste zu finden, sondern musste erst mühsam herausgesucht werden.
Jörg Schamberg
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