Donnerstag, 12.02.2009 12:31

RTL-Sender bald im MPEG4-Standard per DVB-T

aus dem Bereich Sonstiges
Fernsehantennen auf den Häusern haben bald Seltenheitswert, die Umstellung auf das digitale Antennenfernsehen (DVB-T) ist abgeschlossen. Mit einem entsprechenden Receiver kann damit auch im Garten oder unterwegs der das TV-Bedürfnis befriedigt werden.

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Free-TV via DVB-T in Stuttgart

Bislang werden die TV-Programme via DVB-T im Kompressionsstandard MPEG2 gesendet, ab Mitte des Jahres geht die RTL-Sendergruppe einen Schritt weiter. Erstmals in Deutschland werden dann im Raum Stuttgart die Sender RTL, VOX, SUPER RTL und RTL II im MPEG4-Standard übertragen. Technisch könnten dort rund 1,6 Millionen Haushalte dann auch private Sender über DVB-T empfangen. Bislang sind die Free-TV-Sender von RTL nur in den Ballungszentren von Berlin, Brandenburg, Norddeutschland, Nordrhein-Westfalen, Rhein-Main und Bayern über das digitale Antennenfernsehen empfangbar.

Verdoppelung der Programmplätze durch MPEG4

Durch die Umstellung auf MPEG4 lässt sich die Zahl der nutzbaren Programmplätze verdoppeln. Um Sender mit diesem Standard inklusive der übrigen DVB-T-Sender sehen zu können, benötigen die Zuschauer allerdings einen neuen Receiver. Entsprechende Geräte sollen ab Jahresmitte im Handel erhältlich sein. Zusätzlich zu den vier Free-TV-Programmen schaltet RTL auch die beiden Pay-TV-Sender RTL Crime und Passion für ein Jahr über DVB-T frei. Die Vermarktung und Freischaltung übernimmt die Eutelsat visavision GmbH. Die Landesanstalt für Kommunikation (LfK) in Baden-Württemberg hat bereits die Zuweisung der DVB-T-Kanäle an die RTL-Gruppe beschlossen.

"Unser neues Engagement in Stuttgart sowie die Verlängerung der bestehenden Verträge mit Media Broadcast in den weiteren DVB-T-Regionen bis ins Jahr 2014 sind ein eindeutiges Commitment der Mediengruppe RTL Deutschland zum Verbreitungsweg DVB-T", erklärte Andre Prahl, Mitglied der Geschäftsleitung des zur RTL-Gruppe gehörenden Broadcast- und Produktionsunternehmen CBC. In den bestehenden DVB-T-Regionen seien derzeit keine Änderungen geplant.
Jörg Schamberg
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