Es ist wieder soweit: Microsoft lädt
wie angekündigt zum monatlichen Patchday und schließt mit den ab sofort verfügbaren Updates diverse Sicherheitslücken in verschiedenen Software-Lösungen. Insgesamt werden über vier einzelne Software-Flicken gleich acht Schwachstellen geschlossen.
Internet Explorer unsicher
Den Anfang macht ein Patch, der zwei Sicherheitslücken im Internet Explorer behebt. Ohne das Update ist es über manipulierte Internetseiten möglich, dass schadhafte Software auf den ungeschützten Rechner überspielt wird. Microsoft stuft diese Schwachstelle als kritisch ein, was der höchsten Warnstufe entspricht. Betroffen ist nur der Internet Explorer 7 – sowohl unter Windows XP als auch unter
Windows Vista.
Vorsicht ist auch für alle Nutzer eines Exchange-Servers geboten. Wenn eine speziell gestaltete TNEF-Nachricht an einen Exchange Server gesandt wird, kann ein Angreifer die komplette Kontrolle über das System übernehmen. Über eine zweite Sicherheitslücke ist es möglich, eine Denial-of-Service-Attacke einzuleiten, wenn ein speziell gestalteter MAPI-Befehl an den Server gesendet wird. Exchange-Server können dadurch außer Betrieb gesetzt werden. Auch diese beiden Schwachstellen werden von Microsoft als kritisch eingestuft.
Als Schwachstellen der zweithöchsten werden eine Sicherheitsanfälligkeit im SQL Server und gleich drei Lecks in Microsoft Office Visio angesehen. Wenn eine speziell gestaltete Visio-Datei geöffnet wird, ist es auch in diesem Fall möglich, dass ein Angreifer die komplette Kontrolle über das Windows-System übernimmt. Ein Angreifer kann dann Programme installieren, Daten anzeigen, ändern oder löschen oder neue Konten mit sämtlichen Benutzerrechten erstellen.
Updates schnellstmöglich installieren
Alle Updates stehen nicht nur über die
Windos-Update-Seiten zur Verfügung, sondern werden im Laufe der nächsten Stunden auch über die
Auto-Update-Funktion ausgeliefert. Es ist dringend zu empfehlen, die entsprechenden Patches zu installieren, um Angriffen aus dem
Internet nicht ausgeliefert zu sein.