Alle Jahre wieder stehen Millionen von Mobilfunkkunden vor der Frage, ob sie sich ein neues Handy leisten sollen. Das haben natürlich auch die Endgeräte-Hersteller erkannt und wetteifern in immer neuen Produktfeuerwerken um die Gunst neuer (oder alter) Kunden. Dabei sorgen auf der einen Seite immer ausgefeiltere Smartphones für Begeisterung. Aber auch klassische Mobiltelefone finden nach wie vor viele Anhänger. Weil das aber nicht ausreicht, sucht sich Marktführer
Nokia immer mal wieder einen Sonderweg und platziert teure Luxustelefone am Markt. Eines dieser Modelle ist das Nokia 8800 Sapphire Arte, bei dem der Name Programm ist: ein in das Handy eingearbeiteter Saphir - der allerdings künstlich hergestellt wurde.
Schwerer Brocken
Wird das Handy aus seiner vergleichsweise großen Pappschachtel befreit, fällt vor allem eines auf: es ist alles andere als ein Federgewicht. Satte 150 Gramm bringt es durch den robusten Edelstahlrahmen auf die Waage. Dem ein oder anderen wird aber genau das womöglich gefallen. Ein Telefon auch wirklich in der Hand spüren zu können, ist heutzutage schon so etwas wie ein Alleinstellungsmerkmal. Und in der Tat: beim Telefonieren stört das Gewicht wenig. Auch die Abmessungen von 109x46x15 Millimetern tragen dazu bei, dass das Saphir-Handy in der Hand nicht als Fremdkörper wahrgenommen wird. In der Hosentasche hingegen schon.
Rein technisch kann das elegante Slider-Telefon mit etablierten Smartphones allemal mithalten. Das 8800 Sapphire Arte funkt mit seiner Triband-Antenne in nahezu allen GSM-Netzen und ist auch in den USA einsetzbar. Für schnelle Datenverbindungen stehen
GPRS,
EDGE und
UMTS zur Verfügung. Klingt erst mal ganz nett und doch gibt es einen großen Nachteil:
HSDPA fehlt. Das bedeutet, der maximal mögliche Downstream beträgt nicht etwa 3,6 oder gar 7,2 Megabit pro Sekunde, sondern gerade einmal 384 Kilobit pro Sekunde. Für mobiles Highspeedsurfen ist das Telefon daher nicht geeignet.
Nokia 8800 Sapphire Arte: Premium-Handy mit guter Haptik. Bilder: Nokia
Kleines Display
Gegen mobile Internetverbindungen spricht aber auch das recht kleine Display. Es kann zwar 16 Millionen Farben anzeigen, ist aber nur zwei Zoll groß - bei einer Auflösung von 240x320 Pixeln. Um hier und da mal über den vorinstallieren Opera Mini-Browser nach Bundesliga-Ergebnissen zu schauen oder den aktuellen Wetterbericht abzufragen, reicht die Größe des Displays aus, viel mehr sollte aber niemand erwarten. Pluspunkte sammelt das Display mit dem integrierten Lichtsensor, der die Helligkeit des Displays abhängig vom einfallenden Tageslicht regelt.