Einer Meldung der Nachrichtenagentur "Associated Press" (AP) zufolge, haben die Betreiber des
Social-Networks MySpace die Profile von 90.000 vorbestraften Sexualstraftätern aus den USA entfernt. Die Daten der identifizierten Personen seien an die Strafverfolgungsbehörden übergeben worden.
Mehr Sicherheit für Kinder
Laut Generalstaatsanwalt des US-Bundesstaates North Carolina, Roy Cooper, waren die Verantwortlichen bei MySpace ursprünglich von rund 50.000 Profilen ausgegangen. Zusammen mit Generalstaatsanwalt Richard Blumenthal aus Connecticut sitzt Cooper einer Taskforce vor, die unter anderem
Netzwerk-Seiten wie MySpace oder die des Konkurrenten Facebook sicherer für Kinder machen will. Deshalb ging an beide Portale, die nach eigenen Angaben zusammen über 280 Millionen Nutzer haben, die Aufforderung zum Datenabgleich. Laut AP warten die Behörden noch auf die Ergebnisse von Facebook.
Viele der Verurteilten waren unter ihrem vollen Namen registriert, weshalb Fachleute davon ausgehen, dass es sich bei den 90.000 gefundenen Straftätern nur um die Spitze des Eisbergs handelt. Zur Identifizierung nutzt MySpace bereits seit 2006 eine spezielle Software, die auf einer Datenbank namens "Sentinel Safe" basiert. Dort sind Namen, persönliche Daten, Fotos, E-Mail- und Messenger-Adressen sowie weitere charakteristische Merkmale von Sexualstraftätern hinterlegt, die mit den Profilen von MySpace-Mitgliedern abgeglichen werden können.
Vereinbarung über bessere Kontrollen
Im vergangenen Jahr hatten die Behörden Vereinbarungen mit MySpace und Facebook getroffen, für eine höhere Sicherheit auf ihren Seiten zu sorgen. Seitdem bemühen sich die Betreiber, bessere Wege zur Altersüberprüfung der Mitglieder zu finden, verurteilten Sexualstraftäter das Nutzen ihrer Seite zu verbieten oder bei älteren Nutzern die Möglichkeit zur Suche nach Mitgliedern unter 18 Jahren einzuschränken.