Der Besitzer einer Villa in Witten, der sein Haus an den Gewinner eines
Online-Quiz-Spiels abgeben will, hat Ärger mit den Behörden bekommen. Die Düsseldorfer Bezirksregierung stufte das Spiel, bei dem die Teilnehmer jeweils 29,90 Euro Mitmach-Gebühr zahlen müssen, am Montag als unerlaubtes Glücksspiel ein. Der Hausbesitzer hatte argumentiert, es handele sich um ein legales Geschicklichkeitsspiel.
Traum geplatzt?
Auf seiner Website hatte er das Quiz in drei Etappen angeboten. Der schnellste Teilnehmer der letzten Runde sollte den Zuschlag für das Haus bekommen. Bei 50.000 Teilnehmern würde der Hausbesitzer also fast 1,5 Millionen Euro einnehmen.
Die Düsseldorfer Bezirksregierung argumentiert, die Entscheidung über den Gewinn des Hauses hänge überwiegend vom Zufall ab. Der Villenbesitzer hat laut Bezirksregierung nun bis Mittwoch Zeit, sich zu dem Fall zu äußern. Danach will die Behörde entscheiden, ob und wann der Mann das Spiel beenden muss.
Trend aus den USA
In den USA und Österreich hatte die Verlosung von Häusern über das
Internet Schule gemacht. Die Bezirksregierung hatte bereits darauf hingewiesen, dass dies in Deutschland illegal ist. Mit der Variante des Geschicklichkeitsspiels hatte der Wittener das Glücksspiel-Verbot umgehen wollen.
Hayo Lücke
/ dpa