Mit dem unter der Bezeichnung
100-Dollar-Laptop bekannten Billig-Rechner will Nicholas Negroponte, Gründer der Initiative One Laptop Per Child (OLPC), Kindern in Entwicklungsländern einen
Computer zur Verfügung stehlen. Indiens Antwort auf den weiß-grünen XO ist der 10-Dollar-Laptop.
Gegenstück zum XO
Wie die "Times of India" (TOI) berichtet, soll dort am 3. Februar ein Prototyp vorgestellt werden. Bezüglich der technischen Details hält sich die Zeitung bedeckt, lediglich eine Speicherkapazität von "2 GB RAM" wird erwähnt. Zwar handelt es sich bei RAM um den
Arbeitsspeicher, dieser würde dann allerdings mit zwei Gigabyte sehr hoch für einen so günstigen Rechner ausfallen. Daher ist vermutlich ein integrierter Flashspeicher gemeint. Da Indien die Kosten für den XO als zu hoch angesehen hat, sollte ein eigenes Projekt entwickelt werden. Am 10-Dollar-Laptop arbeiten unter anderem Studenten des Vellore Institute of Technology, Wissenschaftler des Indian Institute of Science in Bangalore und des Institute of Technology Madras sowie der Halbleiterhersteller Complex mit.
Der TOI zufolge liegt der Preis für die Schüler-Notebooks laut dem Bildungsminister R. P. Agrawal derzeit allerdings bei 20 US-Dollar. Durch die Massenproduktion sollen die Kosten aber fallen. Wie das Online-Magazin "livemint.com" berichtet, peilt die Regierung das Ziel an, die Billig-Laptops innerhalb von sechs Monaten bereitzustellen. Über LAN und
WLAN sollen die Rechner auch einen Zugang zum
Internet bekommen. Der Stromverbrauch soll dem Bericht zufolge bei zwei Watt liegen.