Mit einem falschen Alarm hat die Internet-Suchmaschine Google am Samstag das Internet praktisch lahm gelegt. Wie der Marktführer in seinem offiziellen Blog bekannt gab, führte menschliches Versagen dazu, dass rund 45 Minuten bei Suchanfragen sämtliche Webseiten als potenziell gefährlich eingestuft wurden.
Alle Google-Server betroffen
"Diese Website könnte ihren Computer beschädigen" hieß es am Samstag zwischen 15:27 und 16:25 Uhr bei allen Suchanfragen. Je nachdem auf welchen Google-Server zugegriffen wurde, trat das Problem etwas eher oder später auf. Der Hinweis war unter sämtlichen Verweisen zu Internetseiten zu finden, die im Google-Index gespeichert sind. Das Phänomen tauchte nicht nur regional, sondern weltweit auf und betraf sogar die von Google selbst angebotenen Seiten wie beispielsweise maps.google.com.
Nach Angaben des Suchmaschinen-Riesen war ein Fehler bei einem Software-Update Ursache des Problems. Google arbeitet mit dem Dienstleister
stopbadware.org zusammen, der Internetseiten nach Nutzerhinweisen dahingehend untersucht, ob schädliche Software auf der jeweiligen Webseite den Computer bedroht. Eine Liste der potenziell gefährlichen Seiten wird dabei manuell gepflegt und bei einem solchen Update sei es zu einem kleinen, aber schwerwiegenden Fehler gekommen. Aus Versehen wurde als gefährliche Internetseite auch ein "/" mit aufgenommen, was eine Sperre sämtlicher Seiten zur Folge hatte.
Um eine solche Panne künftig zu vermeiden, möchte Google entsprechende Update in Zukunft stärker kontrollieren.
Hayo Lücke