Ein jeder Besitzer einer E-Mail-Adresse kennt das Problem: nicht nur erwünschte elektronische Post landet im Posteingang, sondern auch lästige Werbe-E-Mails. Das
Spam-Problem ist nicht nur auf Privatleute beschränkt, gerade Unternehmen haben unter der Spam-Flut zu leiden.
Analyse von 430 Millionen E-Mails
Nach einer Untersuchung der Sicherheitsexperten von Panda Security sind rund 91 Prozent aller E-Mails in Unternehmen Spam. Panda hatte im gesamten letzen Jahr über seinen E-Mail-Dienst TrustLayer Mail rund 430 Millionen E-Mails analysiert. Das Ergebnis zeigte, dass 89,88 Prozent aller E-Mails keine für das jeweilige Unternehmen relevante Nachrichten enthielt. Stattdessen konnten die mit Werbung gespickten E-Mails direkt in den Spam-Ordner verschoben werden.
Nicht nur nervig, sondern auch gefährlich: Mails mit Malware
Doch nicht nur lästige, sondern auch gefährliche E-Mails erreichten die Unternehmen. Laut Panda waren 1,39 Prozent mit
Malware infiziert, die auf dem PC Schadcode ausführen konnten. Spam-Mails mit sexuellem oder pharmazeutischen Bezügen in der Betreffzeile verlocken die Empfänger besonders häufig die E-Mail oder den Anhang zu öffnen.
Im Jahresverlauf erwies sich der April als Monat mit dem höchsten Spamanteil: 94,75 Prozent aller untersuchten E-Mails fielen in diese Kategorie. Im Januar 2008 lag der Spamanteil dagegen nur bei 76,27 Prozent. Dafür waren im Januar 2,43 Prozent und im Februar 3,54 Prozent aller E-Mails mit Malware infiziert. Besonders häufig fand sich hier der Wurm Netzsky.P, der bereits durch die Mail-Vorschau in Outlook aktiviert wird.