In den USA, in
Frankreich und in
Großbritannien werden sie bereits verschickt:
Warnbriefe an Filesharer. Hierzulande müssen die Nutzer offenbar jedoch auch künftig keine Post von ihrem
Internetprovider fürchten, der androht, den
Internetanschluss zu sperren. Dies berichtet das "Handelsblatt".
Datenschutz bewahrt vor Warnbriefen
Auf einem
Gipfeltreffen bei Bundesjustizministerin Zypries, zu dem auch Spitzenvertreter von sechs Providern eingeladen waren, wurde eine Vereinbarung zwischen Providern und der Musikindustrie diskutiert, um illegale Downloads einzudämmen. Die Idee waren Mahnbriefe an Kunden, die das Urheberrecht missbrauchen. Sollten sie dies nicht unterlassen, drohten eine Abschaltung des Internet-Anschlusses und die Einleitung eines Strafverfahrens als nächste Schritte. Ein solches Modell sei hierzulande laut Bundesjustizministerium aber nicht mit dem Datenschutz und dem Fernmeldegeheimnis vereinbar, so das "Handelsblatt".
Kunden für legale Downloads begeistern
Der nun geplante Weg sieht vor, dass die Provider zusammen mit der Content-Industrie Geschäftsmodelle planen und die legalen Download-Plattformen attraktiver machen.
Freenet-Geschäftsführer Eric Berger zufolge, lohnen sich Investitionen derzeit noch nicht, da die Margen zu gering seien. Die Erlöse aus dem Download-Geschäft sollen schließlich mit den Rechteinhabern geteilt werden, die Vermittlerrolle will Bundesjustizministerin Zypries übernehmen.