Das kriselnde Internet-Portal AOL streicht angesichts einbrechender Werbeumsätze rund zehn Prozent seiner Stellen.
Mutterkonzern sucht Partner
Die
Internet-Sparte des US-Medienkonzerns Time Warner baue insgesamt 700 Jobs ab, wie US-Medien unter Berufung auf eine interne Mitteilung des Unternehmens an die Mitarbeiter berichteten.
Time Warner sucht für AOL wegen der Probleme seit längerem nach einer neuen Strategie womöglich mit einem Partner oder Käufer. AOL sollte sich nach dem Plänen des Mutterkonzerns stärker durch Internet-Werbung finanzieren. Diese Erlöse brechen jedoch in der aktuellen Wirtschaftskrise ein. Aussagen zum aktuellen Stand werden bei der Bilanzvorlage von Time Warner in der nächsten Woche erwartet.
Anfang des Jahres hatte Time Warner bereits mitgeteilt, dass vor allem Wertabschreibungen bei der Kabelsparte, dem Printbereich und bei AOL die Konzernbilanz für das Geschäftsjahr 2008 belastet und deshalb ein Nettoverlust in noch ungenannter Höhe erwartet wird.
Michael Posdziech
/ dpa