Montag, 26.01.2009 11:42

Jobbörse monster.com: Erneuter Datenklau

aus dem Bereich Sonstiges
Die Datenbanken großer Unternehmen im Internet stellen offenbar ein lohnendes Ziel für Datendiebe dar. Eine der weltweit führenden Online-Stellenbörsen, monster.com, wurde bereits 2007 Opfer eines größeren Datendiebstahls. Nun haben die Betreiber auf der Webseite des Unternehmens einen erneuten Datendiebstahl gemeldet.

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Zugangsdaten gestohlen

2007 waren über 1,3 Millionen Kontaktdaten gestohlen worden, allerdings keine sensiblen Daten wie Bankverbindungen. Im aktuellen Fall meldet monster.com, dass auf die Datenbanken ein illegaler Zugriff erfolgt sei und Kontakt- und Zugangsdaten gestohlen worden sind. Patrick Manzo, Monster-Vizepräsident, schreibt auf der Firmen-Homepage, dass die entwendeten Daten Benutzer-IDs, Passwörter, E-Mail-Adressen, Namen, Telefonnummern und einige demografische Basisdaten umfassen. Lebensläufe seien jedoch nicht das Ziel der Attacke gewesen. Monster machte keine Angaben darüber, wieviele Anwender von dem Datenklau betroffen sind. Auf sensible Daten wie die Sozialversicherungsnummer oder persönliche Angaben zu Kontoverbindungen hätten die Datendiebe keinen Zugriff erhalten.

Nutzer müssen ihr Passwort ändern

monster-homepage.jpg
Monster-Zugangsdaten wurden entwendet.
Screenshot: onlinekosten.de
Nach Angaben von Monster habe das Unternehmen unmittelbar nach Kenntnis des Angriffes Gegenmaßnahmen ergriffen und eine Untersuchung gestartet. Bisher sei noch kein Datenmissbrauch festgestellt worden. Um die Informationen der Monster-Nutzer zu schützen, werden diese in Kürze aufgefordert, ihr Passwort für den Zugang zur monster.com-Webseite zu ändern. Monster empfiehlt jedoch bereits jetzt das Passwort vorsichtshalber selbständig zu ändern.

Zudem warnt Monster, dass die Nutzer aufgrund der gestohlenen E-Mail-Adressen schneller Opfer von Phishing-E-Mails werden könnten. Monster würde nie eine E-Mail schicken in denen die Jobsuchenden ihren Nutzernamen und ihr Passwort bestätigen müssten. Auch fordere Monster per E-Mail niemals zum Download einer Software oder ähnlichem auf. Monster hatte erst kürzlich die Webseite überarbeitet. Auch in Zukunft werde das Unternehmen weitere Sicherheitsfeatures hinzufügen, um die Informationen der Anwender zu schützen. Auf einer eigenen Security-Seite informiert monster.com zudem über Gefahren im Internet.
Jörg Schamberg
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    Zuletzt kommentiert von laZee am 26.01.2009 um 12:14 Uhr
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