Freitag, 23.01.2009 12:16

Provider: TAL-Entgelt soll um 25 Prozent sinken

aus dem Bereich Breitband
Das Datum lässt es vielleicht vermuten, doch der Plan der Deutschen Telekom, die TAL-Entgelte ab dem 1. April auf 12,90 Euro zu erhöhen, ist kein Aprilscherz. Vielmehr sollen die Telekom-Wettbewerber höhere monatliche Gebühren für die Miete der sogenannten letzte Meile zahlen.

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Senkung um 25 Prozent

Der Aufschrei der Internetprovider lässt nicht lange auf sich warten. In Berlin hatten sich gleich mehrere große DSL-Anbieter versammelt, um über den zukünftigen Telekommunikationsmarkt in Deutschland zu diskutieren. Hansenet, Versatel, Telefónica und QSC verabschiedeten dort eine gemeinsame Erklärung, in der sie die Politik und die für die Regulierung zuständige Bundesnetzagentur auffordern, die TAL-Entgelte nicht zu erhöhen, sondern stattdessen sogar um 25 Prozent zu senken. Durch eine solche Senkung versprechen sich die Unternehmen in den nächsten fünf Jahren eine Kostenersparnis von rund 1,2 Milliarden Euro für alle Telekom-Wettbewerber.

Weitere Investitionen nur bei niedriger TAL

Derzeit würden weitere Investitionen für dieses und die nächsten Jahre geprüft. "Ohne ein positives Signal im Sinne eines deutlich abgesenkten TAL-Entgeltes sehen wir für dieses Jahr keine Basis für zusätzliche Investitionen in neue Infrastruktur und Technologie sowie einen funktionierenden Wettbewerb am deutschen Markt", erklärte Carlos Lambarri, Geschäftsführer von Hansenet.

Die Telekom hatte am 20. Januar bei der Bundesnetzagentur die Erhöhung der TAL-Entgelte beantragt. Die neuen Entgelte sollen nach den Vorstellungen der Telekom bis zum Jahr 2014 gelten. Die Entscheidung der Bundesnetzagentur steht noch aus und wird noch einige Zeit auf sich warten lassen. Die aktuelle Entgeltregelung läuft Ende März aus.
Jörg Schamberg
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    Zuletzt kommentiert von wolfshoeher am 24.01.2009 um 13:33 Uhr
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