Das weltweit führende
Internet-Auktionshaus
eBay hat angesichts eines enttäuschenden Weihnachtsgeschäfts zum Jahresende 2008 einen heftigen Gewinneinbruch erlitten. Der Überschuss fiel im Schlussquartal um fast ein Drittel auf 367 Millionen Dollar (284 Millionen Euro). Der Umsatz ging um sieben Prozent auf 2,04 Milliarden Dollar zurück, wie eBay am Mittwochabend nach US-Börsenschluss am Sitz im kalifornischen San Jose bekanntgab.
Wirtschaftskrise setzt eBay zu
"Das Weihnachtsgeschäft war hart und sehr umkämpft", stellte Konzernchef John Donahoe in einer Mitteilung fest. eBay habe die Wirtschaftskrise schwer zu schaffen gemacht. Hinzu kamen negative Wechselkurseffekte durch den wieder stärkeren Dollar. Die Verkaufsplattform leidet überdies zunehmend unter der Konkurrenz des US-Onlinehändlers
Amazon, der seine Zahlen in der nächsten Woche vorlegt.
Weniger Besucher
Im reinen Marktplatzgeschäft (eBay, Shopping.com, StubHub) brach der Umsatz im Schlussquartal um 16 Prozent auf 1,3 Milliarden Dollar ein. Die Besucherzahlen nahmen ab. Gut 60 Prozent der Konzernerlöse kommen aus dieser wichtigsten Sparte - Tendenz sinkend. Weil das klassische Versteigerungsgeschäft lahmt, setzt eBay vermehrt auf Verkäufe zu Festpreisen wie bei anderen Online-Händlern.
Skype legt zu
Im Geschäft mit elektronischem Bezahl-Service (
PayPal) wuchs der Umsatz dagegen zum Vorjahr um 11 Prozent auf 623 Millionen Dollar. Auch Skype legte bei den Erlösen mit sogar plus 26 Prozent auf 145 Millionen Dollar deutlich zu. Der Internettelefonie-Dienst gewann 35 Millionen neue Nutzer - insgesamt sind es nun mehr als 405 Millionen.
Im Gesamtjahr 2008 konnte
eBay den Umsatz noch um elf Prozent auf 8,54 Milliarden Dollar steigern. Der Überschuss lag bei 1,78 Milliarden Dollar. Ein Jahr zuvor hatte eBay wegen einer Milliardenabschreibung auf die Internettelefonie-Tochter
Skype lediglich 348 Millionen Gewinn erzielt.