Den Umgang mit dem PC lernen – das können Kinder nicht früh genug. Wenn sie aber das
Internet erkunden und sich in Chatrooms statt draußen auf dem Spielplatz tummeln, lauern Gefahren. Erst kürzlich ging der
Fall der 14jährigen Yvonne durch die Presse: Sie wurde vermutlich von ihrem Chatpartner entführt und vergewaltigt. Im Forum hatte er sie unter falscher Identität angesprochen.
Jeder Dritte wird belästigt
Zur Vorsicht rät daher auch die Initiative "Medienbewusst". Kinder und Jugendliche werden nach Ansicht der Medienkompetenz-Initiative für Kinder in Chats weit häufiger sexuell bedrängt, als viele Eltern ahnen. "Jeder dritte Jugendliche zwischen zwölf und neunzehn Jahren gibt an, bereits unangenehme Erfahrungen in Chaträumen gemacht zu haben", erklärt Sprecher René Rübner.
Umso wichtiger ist der richtige Umgang mit dem mächtigen Werkzeug
Internet. Dazu gehört: Mit Daten geizen. Nicht nur das Nennen des richtigen Namens und der Anschrift sind tabu. Auch der Name der Schule sollte geheim bleiben.
Chatten "auf dem Trockendock"
Kinder, die in kleinen Orten leben, sollten bei Fragen nach ihrem
Wohnort auf die nächst größere Stadt verweisen. So sind sie nicht zu leicht aufzuspüren, wenn ein Chatter versucht, sie ausfindig zu machen.
Chatten üben mit "Quasselkiste".
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Um die Nachwuchs-Webnutzer in die Chatter-Spielregeln einzuführen, empfiehlt die Initiative die Webseite. Hier gibt es unter dem Stichwort "Chat" das Spiel "Quasselkiste". Die Idee: Die Spieler lernen mit fingierten Chatpartnern den vernünftigen Umgang mit dem Forum, indem sie den Figuren jeweils die richtigen Beiträge zuordnen.
Weitere Tipps zur Internetkompetenz gibt es auf www.medienbewusst.de Hier finden sich unter anderem Links zu Melde- und Beratungsstellen.