Acht Stunden und mehr schauen viele Deutsche täglich in die Röhre. Das geht laut IP Deutschland aus den Studien
MindSet 2007 und
TNS Covergence Monitor 2008 zum Thema Mediennutzung hervor. Demnach verbringen Viel-Nutzer drei Stunden und mehr Pro Tag allein im
Internet. Jeder Dritte von ihnen sieht außerdem viel fern – bis zu fünf Stunden am Tag. 16 Prozent sogar noch mehr.
Zwei Drittel sind online
Die Deutschen lieben ihre Medien – wie die restlichen Europäer auch. Wie die Vermarktungsgesellschaft IP Deutschland mitteilt, sind hierzulande zwei Drittel der Bevölkerung online. Im redaktionellen Bereich schätzen sie vor allem die Hintergrund-Informationen und Antworten auf spontane Fragen. Außerdem hoch im Kurs: E-Mails, Online-Shopping und Kontaktpflege.
Der Fernsehfan hingegen suche in erster Linie die Unterhaltung. 91 Prozent der Nutzer greifen aus diesem Grunde zur Fernbedienung. 83 Prozent wollen sich über Aktuelles informieren, heißt es weiter.
"Glotze" nur Berieselung?
Schwindende Begeisterung für die Flimmerkiste wollen die zitierten Studien nicht erkennen. Der Fernsehkonsum läge konstant bei rund drei Stunden bei den 14 bis 49 Jährigen. Das Marktforschungsinstitut tfactory hingegen sieht den Siegeszug des Internets voraus: Auch die
Hamburger haben eine Studie in Auftrag gegeben und mit Elf- bis 39jährigen eine etwas jüngere Gruppe befragt. Ergebnis: 40 Prozent der Medienzeit entfallen auf das Internet und nur 25 Prozent auf das Fernsehen.
Und wenn die "Glotze" dann noch eingeschaltet wird, dann vorwiegend als mediales Hintergrundrauschen und weniger, um Sendungen zu verfolgen. Filme sind immer noch beliebt – aber vor allem junge Nutzer beziehen sie zunehmend mehr von juristische bedenklichen Streaming- und Download-Portalen als über das traditionelle Fernsehen.
Computer schlägt Fernseher
Einer
Analyse der Fachzeitschrift "Media Perspektiven" zufolge besaßen 2008 erstmals mehr Jugendliche (71 Prozent) zwischen zwölf und 19 Jahren einen Computer als einen Fernseher (nur 61 Prozent). Und erstmals hatten mehr als die Hälfte (51 Prozent)einen eigenen
Internetzugang. Zum Vergleich: Nur zehn Jahre zuvor war ein eigener Webzugang ein seltener Luxus.