Dienstag, 20.01.2009 09:44

Autoren und Verlage wappnen sich gegen Google

aus dem Bereich Sonstiges
Deutsche Autoren und Verlage wollen den Verlust von Bücherrechten an die Internetsuchmaschine Google verhindern. Google hat bislang rund sieben Millionen Bücher aus den US-Bibliotheken eingescannt. "Wir wollen erreichen, dass kein deutscher Autor und Verlag Rechte verliert", kündigte der Geschäftsführer der Verwertungsgesellschaft (VG) Wort, Robert Staats, am Montag in Berlin an.

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Googles Buchsuche

Der amerikanische Autorenverband Authors Guild sowie die Association of American Publishers hatten im vergangenen Herbst ihren über zwei Jahre andauernden Urheberrechtsstreit mit Google mit einer Zahlung von 125 Millionen Dollar beigelegt. Damit wurde der Weg für eine umfassende Online-Suche auch in geschützten Büchern und Texten freigemacht. Google beteiligt im Gegenzug Autoren und Verleger an den Werbeeinnahmen, die im Umfeld der Buchsuche erzielt werden. Der Suchmaschinengigant forderte damals Verlage und Autoren aus Deutschland auf, ihre Rechte in den USA anzumelden.

Allianz zum Schutz der Urheberrechte

Neben der VG Wort wollen der Verband deutscher Schriftsteller in der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, der Börsenverein des Deutschen Buchhandels sowie der Schweizer Buchhändler- und Verleger-Verband nun den deutschsprachigen Autoren und Verlagen helfen. Unter den sieben Millionen Büchern, für die die Vereinbarung gilt, sind laut der Mitteilung auch zehntausende deutschsprachige Buchtitel.

Die VG Wort habe Anfang Januar ein Rechtsgutachten erstellen lassen, das die Möglichkeiten eines wirkungsvollen Handelns für alle in Deutschland betroffenen Urheber und Verlage auslote. Auf Basis dieses Gutachtens würden derzeit Schritte vorbereitet, um den deutschen Rechteinhabern einen "optimalen Schutz" ihrer Urheberrechte zu gewährleisten. Daneben führe die VG Wort Gespräche mit ausländischen Verwertungsgesellschaften.

"Auch für das Internet muss gelten, dass ohne Zustimmung und ohne Entgelt für die Urheber und Rechteinhaber eine Veröffentlichung nicht möglich ist", betonte der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann. Es sei sehr positiv, dass Autoren und Verlage jetzt gemeinsam agierten und in einer Allianz den Verlust von Rechten an Google verhindern wollten.
Saskia Brintrup / dpa
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 VG Wort (1 Beiträge) 
    Zuletzt kommentiert von syntheticsw am 20.01.2009 um 13:34 Uhr
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