Donnerstag, 15.01.2009 16:16

Bei Google Video wird der Stecker gezogen

aus dem Bereich Sonstiges
Der Produktmanager von Google Video, Michael Cohen, gibt im offiziellen Unternehmens-Blog bekannt, dass auf der Plattform das Hochladen von Videos in naher Zukunft nicht mehr möglich sein wird.

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Konzentration auf Suchtechnik

Der Internet-Konzern überprüfe und bewerte regelmäßig seine Produkte, um sich auf Dienste zu fokussieren, die für den Nutzer sinnvoll erscheinen. Einer solchen Neubewertung ist nun das hauseigene Videoportal zum Opfer gefallen. Allerdings soll in ein paar Monaten nur die Upload-Funktion nicht mehr unterstützt werden, ein genauerer Zeitpunkt wird nicht genannt. Die bis dahin hochgeladenen Clips sollen weiterhin uneingeschränkt verfügbar sein.

Laut Cohen sei die Stärke von Google Video immer die verwendete Suchtechnik gewesen. Mit ihr kann im ganzen Web nach Videos gesucht werden, unabhängig davon, wo die Videos gehostet werden. Durch das Konzentrieren auf die Weiterentwicklung dieser Technik würden alle Suchenden weltweit profitieren und eine noch bessere Plattform zum Suchen und Finden von Videos entstehen.

Empfehlung für YouTube

Sinnvoll erscheint diese Maßnahme aber vorallem durch die Tatsache, dass Google auch Besitzer des erfolgreichen Videoportals YouTube ist. So legt Cohen den Nutzern von Google Video auch einen Besuch bei der "dynamischen globalen Community" YouTube nahe und erwähnt zudem noch die eigene Bild-Plattform Picasa Web Albums.

Die Online-Videoplattform YouTube gehört vier Jahre nach ihrer Gründung zu einer der weltweit populärsten Internetseiten. Google kaufte YouTube im Oktober 2006 für 1,65 Milliarden Dollar. Für den Suchmaschinenbetreiber war die spektakuläre Übernahme der Firma, die zu diesem Zeitpunkt noch keinen Dollar Umsatz generiert hatte, die bis dahin teuerste Akquisition in der Firmengeschichte. Neben selbst produzierten Videos waren auf der Plattform immer wieder urheberrechtlich geschützte Filmausschnitte zu sehen. Vor allem Medienunternehmen sind in der Vergangenheit deshalb wiederholt gegen die Plattform vorgegangen. Inzwischen gibt es aber bereits Lizenzvereinbarungen mit großen Firmen.
Michael Posdziech
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