Apple hat anscheinend den Weg für unternehmensfremde Internet-Browser in seinem
AppStore frei gemacht. Damit können sich Besitzer eines iPod touch Multimedia-Players oder eines
iPhones nun auch andere Programme zum Surfen im World Wide Web herunterladen.
Chance für Opera und Firefox
Wie die amerikanische Internetseite MacRumors meldet, hat Apple jetzt vier
Browser-Programme von kleinen Drittanbietern im AppStore zugelassen. Bisher wurde diese Software mit Hinweis auf eine "doppelte Funktionalität" abgelehnt. Auch
Mozilla und
Opera haben bereits in der Vergangenheit versucht, entsprechende Browser-Versionen zu entwickeln und über den AppStore anzubieten. Allerdings ohne Erfolg. Ob die Zulassung der vier Web-Browser letztendlich auch eine Öffnung des Download-Portals für namhafte Konkurrenten mit sich bringen wird, bleibt abzuwarten. Ein offizielles Statement von Apple gibt es dazu jedenfalls noch nicht. Hinzu kommt, dass die jetzt freigegeben Web-Browser zunächst nur Nutzern des amerikanischen AppStores zur Verfügung stehen.
"Modifikationen vom Sarafi-Browser"
Allerdings sind drei der vier Surf-Programme kostenpflichtig. Lediglich der "Edge Browser" wird kostenlos angeboten. Nach Aufruf einer Webseite blendet die Software die Adress- und Navigationsleiste aus, um so mehr Platz für die Content-Betrachtung zu schaffen. Für 0,99 US-Dollar können Nutzer den Browser "WebMate" im AppStore erwerben. Er öffnet neue Links im Hintergrund, um die Inhalte später lesen zu können. Ebenfalls interessant ist der "Incognito"-Browser für 1,99 Dollar. Damit können Nutzer im Internet surfen, ohne auf den besuchten Seiten Spuren zu hinterlassen. "Unser erster Eindruck ist, dass alle diese Browser im Prinzip nur Modifikationen von Safari sind", erklärt Opera-Sprecher Tor Odland gegenüber der österreichischen Nachrichtenagentur pressetext. Für Opera wäre eine iPhone-Öffnung interessant, da das Unternehmen bereits seit längerem an einer iPhone-Version seines Web-Browsers "Opera Mini" gebastelt hat. Doch erst einmal müsse genau geprüft werden, ob sich auch für sein Unternehmen die Tür zum AppStore öffne.