Rund 140
Mobiltelefone laufen heute mit
Windows Mobile – zu viele, wie Microsofts Entwicklungsabteilung beklagt. Die Fülle der Modelle unterschiedlicher Hersteller erschwere eine stringente Weiterentwicklung des Handy-Betriebssystems. Künftig wolle man daher die Anzahl der unterstützten Telefone spürbar zurückfahren.
"Lieber weniger Geräte"
Von diesen Plänen erfuhr die "New York Times" am Rande der Elektronikmesse CES in Las Vegas. Todd Peters, Marketing-Vizepräsident der Windows Mobile-Abteilung, ließ durchblicken, dass der Entschluss der Redmonder soweit stehe: "Ich möchte lieber weniger Geräte haben, um fokussierter arbeiten zu können", so Peters. Nur durch einen solchen Schritt "bekommen wir eine bessere Integration" von Telefon und Betriebssystem.
Windows Mobile kämpft derzeit um eine Perspektive. Anders als bei Apple, wo die Entwicklung von Hard- und Software für
mobile Endgeräte in einer Hand liegen, hat Microsoft kaum Kontrolle über die Ideen der Hersteller. Auch Palm hat für sein neues Smartphone-Flaggschiff
Palm Pre ein eigenes Betriebssystem mit dem Namen WebOS ausgetüftelt.
Ballmers Keynote soll Aufklärung bringen
Mehr wollte Todd jedoch noch nicht verraten. Für den Mobile World Congress, der im kommenden Monat in Barcelona stattfindet, wird eine offizielle Ankündigung durch Microsoft-Chef Steve Ballmer erwartet. Thema der geplanten Keynote-Ansprache: Neue Touchscreen-Möglichkeiten und mobile Services. Handy-Hersteller sollen dabei auf den neuen Microsoft-Kurs eingeschworen werden, um künftig ihre Modelle rund um die bezahlten Lizenzen von Windows Mobile herum zu konstruieren.
André Vatter