Dienstag, den 13.01.2009 12:21

Raubkopierer-Problem: Regierung schaltet sich ein

aus dem Bereich Sonstiges
Wie soll in Deutschland mit Personen umgegangen werden. die bewusst urheberrechtlich geschützte Dateien aus dem Internet downloaden. Schon länger wird darüber nachgedacht, dass Internet-Anbieter stärker in die Verantwortung genommen werden sollen. Die Musikindustrie fordert: Anschluss-Sperre für Raubkopierer.

Anzeige
Wie weit gehen die Provider?

Die Idee: DSL-Anbieter sollen nach britischem und französischen Vorbild Mahnbriefe an ihre Kunden schicken, sofern diese Raubkopien aus dem Web downloaden. Sollte dieser Schuss vor den Bug nicht helfen und weiter das Urheberrecht missbraucht werden, seien eine Abschaltung des Internet-Anschlusses und die Einleitung eines Strafverfahrens denkbar. Über dieses Modell werde zwischen Musikindustrie und Providern bereits verhandelt, heißt es weiter.

Ob das der richtige Weg ist, darüber möchte Justizministerin Brigitte Zypries nach Informationen des "Handelsblatt" mit Vertretern der sechs größten Provider auf einem IT-Gipfel beratschlagen. Motto der Veranstaltung: "Verhinderung und Bekämpfung der Piraterie im digitalen Umfeld". Eingeladen sind nach Angaben der Zeitung neben Vertretern der Musikindustrie auch Mitarbeiter der Deutschen Telekom, von 1&1, AOL, Arcor, freenet und Kabel Deutschland.

Millionen illegale Downloads

Jährlich entsteht durch illegale Downloads nach Angaben der Musikindustrie allein in Deutschland ein Schaden von mehr als 500 Millionen Euro. Im Jahr 2007 wurden rund 312 Millionen Songs illegal aus dem Internet heruntergeladen. Das angedachte Warnsystem soll vor allem abschreckende Wirkung haben. Auch, weil sich zuletzt immer mehr Staatsanwaltschaften aufgrund der Klagewelle geweigert hatten, gegen kleine Fische unter den Raubkopierern vorzugehen.
Hayo Lücke
Kommentieren (Neuen Kommentar verfassen):
Raubkopierer-Problem: Regierung schaltet sich ein (18 Beiträge)
    Zuletzt kommentiert von Jadefux am 17.01.09 um 17:22 Uhr
© 1999-2010 onlinekosten.de GmbH :: Impressum :: Presse :: Jobs