Montag, 12.01.2009 15:48

Besucherschwund bei CES aber diverse Highlights

aus dem Bereich Sonstiges
Die Elektronik-Messe Consumer Electronics Show (CES) hat in diesem Jahr einen deutlichen Besucherrückgang verkraften müssen. Nach vorläufigen Schätzungen seien "mehr als 110.000" Menschen zur Messe in Las Vegas gekommen, berichtete der US-Branchenverband CEA nach dem Ende der viertägigen Veranstaltung am Sonntag. Im Vorjahr waren es noch rund 140.000 Besucher gewesen. In die Statistik gehen neben Fachbesuchern auch Mitarbeiter der Aussteller sowie Medienvertreter ein. Die CES ist weltweit eine der größten Messen für Unterhaltungselektronik.

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Qualität statt Quantität

Trotz des Rückgangs zog die CEA als Veranstalter der Messe eine positive Bilanz. So seien zahlreiche Entscheider aus Wirtschaft und Politik gekommen, sagte der Präsident des Branchenverbandes, Gary Shapiro. Dank 300 neuer Aussteller habe man die Absagen kompensieren und mehr als 2.700 Unternehmen für die Messe gewinnen können.

Die Besucherzahl wolle die CEA künftig auf das Niveau von 2009 begrenzen. Es sei wichtig, "die richtigen Leute" anzulocken, sagte CEA-Präsident Gary Shapiro. Er betonte die Bedeutung der Messe für Fachbesucher: "Qualität schlägt Quantität, wenn es darum geht, dass Aussteller und Besucher auf der CES Geschäfte machen."

Schätzungsweise 20.000 Produkte stellten die Unternehmen in Las Vegas vor. Zu den Höhepunkten zählten Beobachter ein neues Smartphone von Palm. Das Modell Pre soll Geräten wie dem Blackberry und dem iPhone Konkurrenz machen und dem angeschlagenen Unternehmen wieder auf die Beine helfen. In Sachen Software machte Microsoft mit der Ankündigung Schlagzeilen, das neue Betriebssystem Windows 7 möglicherweise schon in diesem Jahr auf den Markt zu bringen.

Alles online

An einem Trend kam auf der CES kaum ein Hersteller vorbei: Selbst Fernseher, Kameras und Kaffeemaschinen verfügen mittlerweile oft über eine Internet-Verbindung. Die Geräte sollen Informationen über Wetter und Verkehr auf den Bildschirm holen, Bilder direkt auf Web-Portale wie Flickr hochladen oder den Mahlgrad für die Kaffeebohnen online ermitteln. Alle Geräte müssten künftig einen einfachen Zugang zu sozialen Netzwerken im Internet bieten und den Austausch von Inhalten ermöglichen, sagte Sony-Chef Howard Stringer in der Eröffnungsrede.
Hayo Lücke / dpa
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