Während die klassischen Musikkanäle im Fernsehen zunehmend die Videoclips nur noch in den Nachtstunden zeigen, versuchen immer mehr Internet-Angebote, das Musikvideo-Erlebnis wieder zurückzubringen. Neben Anbietern wie
YouTube,
tape.tv oder auch
MTV selber, will nun auch MyVideo.de das Musikfernsehen online wiederbeleben.
Clips in Endlosschleife
Die nach eigenen Angaben größte Video-Community aus Deutschland zeigt in einem speziellen Player Musik-Clips am laufenden Band. In den Kategorien Charts, Top Aufsteiger, Pop, Rock, Rap/R&B, Electro und 70er/80er können sich die Nutzer unter
myvideo.de/musik-tv kostenlos Musik-Clips in dem übersichtlich und schlicht gestalteten neuen MusikTV-Player anschauen. Laut MyVideo.de stehen über 12.000 Clips zur Verfügung. Ohne erneutes Anklicken des nächsten Wunsch-Videos lassen sich alle Videos in der Lieblingskategorie in guter Qualität und im etwas pixeligen Fullscreen-Modus ohne Unterbrechung anschauen.
"Mit dem stetig aktualisierten MusikTV haben wir nun eine feste Anlaufstelle für den sofortigen und bequemen Aufruf tausender Musik-Clips eingerichtet," so Dominic Hesse, Leiter Marketing und Kommunikation der Magic Internet GmbH (Media-Agentur von MyVideo.de). "Wir wollen den Musik-Bereich mit einem noch umfangreicheren Angebot und vielfältigen Abrufmöglichkeiten auf MyVideo.de ausbauen und uns weiterhin als starker Partner für die Musik-Branche in den Bereichen Talent-Förderung und Künstler-Promotion engagieren."
MusikTV bei MyVideo.de. Screenshot: onlinekosten.de
Kostenlos dank Werbung
Bei der Auswahl der Videos macht sich bemerkbar, dass
MyVideo.de zwar vor längerer Zeit schon Kooperationen mit den zwei großen Musikfirmen Universal und SonyBMG sowie einigen kleineren Labels geschlossen hat. Doch fehlen die Titel der Branchengrößen Warner (Linkin Park, Madonna, Peter Fox, Red Hot Chili Peppers) und EMI (Coldplay, Depeche Mode, Herbert Grönemeyer, LaFee, Katy Perry), was die Playlist sehr lückenhaft macht.
Außerdem überrascht das neue MusikTV mit einigen unerwarteten Songs innerhalb einer Kategorie, wie beispielsweise einem 80er-Jahre-Titel von George Michael in "Charts" oder der gesamten Zusammenstellung unter dem Namen "Top Aufsteiger". Die Songlisten können leider nur in eine Richtung durchgescrollt werden und eine Suchfunktion fehlt gänzlich. Wird der Player zwischendurch mal gestoppt, begrüßt den User beim erneuten Starten zunächst eine koffeinhaltige Limonade - mit diesen vereinzelten Werbeclips wird das Angebot finanziert.