Der Software-Konzern
Microsoft will im ersten Quartal dieses Jahres die neue Version 8 des hauseigenen Browsers
Internet Explorer veröffentlichen. Wie gewohnt nutzt der Marktführer dabei das automatische System-Update von Windows.
Update mit hoher Priorität
Microsoft will mit dem Auto-Update seine Nutzer auf dem neuesten Stand halten und eine hohe Sicherheit gewährleisten. Eine möglichst schnelle Verbreitung des neuen Browsers dürfte allerdings kein zweitrangiger Grund für dieses Vorgehen sein. Ähnlich wie schon beim
Internet Explorer 7, werden alle Rechner unter Windows
Vista, XP, Server 2003 und Server 2008 mit aktiviertem automatischen Update die aktuelle Version erhalten. Das von Microsoft zur Verfügung gestellte
Blocker Toolkit wendet sich in erster Linie an Firmenkunden und Administratoren, die eine automatisierte Auslieferung des IE8 an Rechner in ihrem Netzwerk verhindern wollen.
Unter Windows XP und Server 2003 sorgt das Tool dafür, dass die neue Browser-Version nicht als Update mit "hoher Priorität" automatisch heruntergeladen oder auf den Windows- und Microsoft-Update-Seiten als Expressinstallation angeboten wird. Bei Vista und Server 2008 wird die Auslieferung als sogenanntes "wichtiges" Update verhindert. In beiden Fällen soll der IE8 aber als optionales Update zur Verfügung stehen. Außerdem hat das Blocker Tool keinen Einfluss darauf, ob ein User den neuen Internet Explorer als "empfohlene" Aktualisierung von einer der Update-Seiten herunterlädt oder von einem externen Medium installiert.
Keine automatische Installation
Der neue Microsoft-Browser installiert sich in keinem Fall automatisch. Auch wenn es als Update heruntergeladen wurde erfolgt vor der Installation zunächst eine Abfrage. Der Internet Explorer 8 wird dann seine Vorgänger 7 oder 6 ersetzen und deren Einstellungen übernehmen. Aber der Nutzer soll problemlos durch eine entsprechende Deinstallation wieder zu den älteren Browsern zurückkehren können.
Der IE8 soll eine Reihe von Neuerungen bringen und damit die Entwicklungslücke zu den Konkurrenten
Firefox,
Opera,
Safari oder dem Newcomer
Chrome schließen. Dazu gehören neben mehr Komfort und Schnelligkeit wie gewohnt vor allem der Schutz vor Web-Attacken und eine Reduzierung der Programm-Abstürze.