Mittels einer neuen Kooperation verstärkt der Kölner Carrier
NetCologne sein Standbein in Aachen. Gemeinsam mit dem dort ansässigen Telekommunikationsanbieter accom soll der Glasfaserausbau in der Region vorangetrieben werden. Der Startschuss dafür wird bereits in diesem Frühjahr fallen.
Neue Wettbewerbsimpulse
Künftig sollen Kunden des gemeinsamen Partnerunternehmens Internet, Telefon,
Mobilfunk und Kabel-TV aus einer Hand beziehen können. Bislang hatte sich accom in erster Linie durch Produkte für Geschäftskunden hervorgetan, mit der neuen Partnerschaft rückt nun der Privatnutzer in den Fokus. "Mit dem Joint Venture ist es uns möglich, zusammen mit einem starken Partner das Privatkundengeschäft in Aachen aufzubauen", kommentiert Dr. Peter Asmuth, Vorstand der accom-Mutter STAWAG, den Deal. "Außerdem freue ich mich, dass mit dem Joint Venture der Telekommunikationsstandort Aachen dem Wettbewerb neue Impulse geben wird." NetCologne drängt nach Kölner Vorbild auf den Ausbau von Glasfaserleitungen in Aachen, die Internet-Nutzern Download-Raten von
bis zu 100 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) ermöglichen.
Seitenhieb gegen die Telekom
Accom wird nach den Plänen als Tochterunternehmen des Energieversorgers STAWAG zu 100 Prozent in dem neuen Unternehmen aufgehen, NetCologne plant eine Ausgliederung eines Teilbetriebs, der Kunden und Umsatz für den Raum Aachen und Düren umfasst – auch die dafür verantwortlichen Mitarbeiter werden in die Kaiserstadt entsendet. Die STAWAG selbst soll insgesamt 16 Prozent der Anteile der neuen Gesellschaft halten, NetCologne hat sich den Löwenanteil von 84 Prozent gesichert.
Das Vorhaben wurde nicht ohne Seitenhieb auf die
Deutsche Telekom angekündigt: "Letztendlich bedeutet der Standort Aachen für uns mehr Kundennähe. Und das unterscheidet einen regionalen Carrier von der bundesweiten Konkurrenz", so NetCologne-Chef Werner Hanf. Das neue Unternehmen soll schon am ersten April mit einem eigenen werblichen Auftritt an den Start gehen.