Seit dem Wochenende steht Twitter im Fokus gleich mehrerer Hackerattacken: Neben massiven
Phishing-Angriffen auf die Nutzer des Mikro-Blogging-Dienstes wurden nun auch 33 Konten von Persönlichkeiten aus Politik, Medien und Unterhaltung geknackt.
Britney Spears Twitter-Site
Unter der Überschrift "Montagmorgenwahnsinn" hat der Twitter-Mitgründer Biz Stone den folgenschweren Hack im Unternehmensblog eingeräumt: Nachdem Unregelmäßigkeiten bemerkt wurden, seien die entsprechenden Konten sofort gesperrt worden. Unter den insgesamt 33 Opfern befanden sich unter anderem Britney Spears, CNN-Korrespondent Rick Sanchez und der designierte US-Präsident Barack Obama. Einen kurzen Zeitraum lang konnte ein bislang Unbekannter Twitter-Meldungen manipulieren und eigene unter den fremden Namen erstellen: "Ich bin gerade high vom Crack. Komme wahrscheinlich heute nicht zur Arbeit", bekamen beispielsweise Nutzer auf der Sanchez-Seite zu lesen.
Die Tat eines Einzelnen
Biz Stone versichert, dass der Kontenraub nichts mit den Phishing-Attacken zu tun habe, die derzeit die Twitter-Gemeinde heimsuchen. Die Accounts wurden den Angaben zufolge von einem Einzelnen geknackt, der Zugriff auf die Tools des Support-Teams hatte, die eigentlich dazu dienen, registrierte – aber vergessene – Kontoinformationen wieder zurückzusetzen. "Wir sehen den Fall als sehr ernsten Bruch in der Sicherheit an und haben sofort sämtliche betreffenden Tools offline genommen", so Stone. "Unser Support-Team wird in jedem Fall eine anstrengende Woche haben, da wir einen ganzen Haufen von Passwörtern neu vergeben müssen – nur, um auf der sicheren Seite zu sein."
Phishing und geknackte Accounts - Twitter arbeitet an mehr Sicherheit. Bild: Twitter
André Vatter