Vor knapp zwei Wochen haben die französischen Wettbewerbshüter dem Mobilfunkanbieter Orange das
alleinige Vertriebsrecht für das Apple
iPhone entzogen. Seit dem darf das begehrte Multimedia-Handy auch ohne Vertragsbindung verkauft werden.
Weihnachtsgeschäft verpasst
Gegen das Vertriebs-Monopol geklagt hatte der drittgrößte Mobilfunkanbieter Frankreichs, Bouygues Télécom. In einer Schnellentscheidung gab die Pariser Kartellbehörde dem Konkurrenten Recht, um damit noch Einfluss auf das aktuelle Weihnachtsgeschäft nehmen zu können. So hoffte Bouygues Télécom, das iPhone selbst vor den Feiertagen anbieten zu können. Doch bis jetzt warten Kunden des Mobilfunkanbieters vergeblich auf ein vertragsfreies Apple-Telefon. Auf den Internetseiten des Unternehmens sind jedenfalls keine entsprechenden Angebote zu finden.
Je nach Modell zwischen 800 und 900 Euro
Die Gunst der Stunde hat dagegen die französische Handelskette FNAC genutzt. Hier können Interessierte das iPhone 3G seit wenigen Tagen ohne Vertrag und ohne Netzsperre erwerben. Allerdings müssen Käufer dafür tief in die Tasche greifen. So kostet das kleinere iPhone-Modell mit acht Gigabyte Speicher stolze 799 Euro. Die 16-Gigabyte-Variante gibt es für 899 Euro zu kaufen. Preisgünstig ist dieses Angebot mit Blick auf das europäische Ausland allerdings nicht. In Belgien gibt das Acht-Gigabyte-Modell bereits für 529 Euro sowie das iPhone 3G mit 16 Gigabyte Speicher für 619 Euro - ebenfalls ohne Vertragsbindung und ohne Netzsperre.
iPhone 3G jetzt auch bei Walmart
Kurz vor dem Jahreswechsel gibt es auch in den USA Neuigkeiten in Sachen Apple-Handy. Die Einzelhandelskette Walmart verkauft seit Sonntag in ihren mehr als 2.5000 Filialen das begehrte Telefon. Das Acht-Gigabyte-Modell kostet bei Abschluss eines zweijährigen AT&T-Mobilfunkvertrages 197 US-Dollar, für die 16-Gigabyte-Variante werden 297 Dollar berechnet. Das Interessante daran ist aber, dass das Multimedia-Handy zwei Dollar weniger kostet als bei Apple und AT&T.
Michael Friedrichs