Gelingt der endgültige Durchbruch, um die noch verbliebenen weißen Flecken auf der
DSL-Landkarte zu vertreiben? Die Wettbewerber der
Deutschen Telekom wollen es erreichen - binnen eines Jahres. Wie die "Financial Times Deutschland" (FTD) berichtet, haben sich die im Branchenverband VATM zusammengeschlossenen Unternehmen mit einem Schreiben an Bundeskanzlerin Angela Merkel gewandt, um ihr Vorhaben zu konkretisieren.
Scharfer Wettbewerb
Damit geht der VATM in die Offensive und kontert den
Versuch der Telekom, ein neues
VDSL-Monopol aufzubauen. Auch die Telekom hatte zuletzt verlauten lassen, mit einer Milliarden-Investition ihr Breitbandnetz in der Fläche ausbauen zu wollen. Im Gegenzug forderte Telekom-Chef René Obermann aber auch, dass die Regulierung in Sachen Breitband-Politik deutlich zurückgefahren wird. Er erwartet, dass die Telekom den Wettbewerbern mehr Geld berechnen darf, wenn diese auf das
Breitband-Netz seines Unternehmens zugreifen. Insbesondere die Mietpreise für die
letzte Meile sollen steigen. Genau das wollen die Telekom-Konkurrenten nun mit ihrem Angebot verhindern.
VATM-Geschäftsführer Jürgen Grützner sagte der FTD, man könne den Breitbandaufbau "im Vergleich zur Telekom in der Hälfte der Zeit, mit höherer Internetzugangsgeschwindigkeit und deutlich billiger" anbieten. Dabei sollen nicht nur DSL-Netze zum Einsatz kommen, sondern auch Glasfasertechnik oder Funk-Verbindungen. Grützner warnte darüber hinaus davor, dass die Telekom in Begriff stehe, mit der Telekom einen "Vertrag zulasten Dritter" abzuschließen. Erst kürzlich hatten Telekom und
Vodafone die Absicht erklärt, den VDSL-Aufbau in zwei Städten gemeinsam
voranzutreiben.