Der Stellenumbau in der
Deutschen Telekom verläuft in zwei Richtungen: nach der
Call-Center-Schließungen in Berlin werden deutschlandweit weiter Stellen abgebaut – darüber hinaus seien allerdings im kommenden Jahr auch "deutlich über 3.000 Einstellungen" geplant, kündigte Personalvorstand Thomas Sattelberger im Interview mit dem "Tagesspiegel" an.
Bis zu 25.000 neue Jobs
"Die sozialverträgliche Anpassung wird weitergehen wie in den Jahren zuvor", prophezeite Sattelberger. "Dass die Telekom in ihren Beschäftigtenstrukturen kleiner werden muss, ist allseits bekannt." Große Hoffnung legt der Personalvorstand in das jüngst vom Telekom-Chef Obermann formulierten
Angebot an die Regierung. Demnach will die Telekom den Breitbandausbau in Deutschland vorantreiben, sofern die regulatorischen Rahmenbedingungen zugunsten des Ex-Monopolisten geändert werden. "Genau in diesem Bereich bringen Investitionen unmittelbare Wachstumsimpulse mit Beschäftigungseffekten, je nachdem wie viele Haushalte man mit dem Netz abdeckt", so Sattelberger. Insgeheim wird davon ausgegangen, dass bei einem "mittleren Ausbauszenario" rund 25.000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden können. "Die Jobs würden nicht nur bei der Telekom entstehen, sondern auch in anderen Branchen, etwa im Tiefbau."
Stellenstreichungen werden kompensiert
Thomas Sattelberger. Bild: DTAG
Nach Angaben von Sattelberger würden so die Stellenstreichungen kompensiert: "Ein Abbau, der ansonsten technologisch begründet wäre – so, wie man eben auch keinen Heizer auf einer E-Lok braucht." Die Umstellung des Telekom-Netzes auf das Next Generation Network sei für die kommenden vier bis fünf Jahre geplant. Geht es nach den Bonnern, soll bis dahin auch der Glasfaserausbau einen großen Schritt nach vorne gemacht haben.
André Vatter