Montag, 22.12.2008 20:01

YouTube muss Musikvideos von Warner löschen

aus dem Bereich Sonstiges
Mit der Warner Music Group hat das erste der großen vier Musik-Labels seine Kooperation mit der Videoplattform YouTube aufgekündigt. Die Verhandlungen über eine höhere Beteiligung an Werbeeinnahmen sind vorerst gescheitert.

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Vergütung zu gering

Warner hat nach eigenen Angaben damit begonnen, Songs und Videos von der Website zu entfernen und forderte YouTube zugleich auf, sämtliche weiteren Inhalte ihrer Künstler zu löschen. Dies betrifft auch Titel, die über den drittgrößten US-Musikverlag Warner/Chappell veröffentlicht wurden und damit viele Interpreten, die nicht bei Warner unter Vertrag stehen. Künstler wie Linkin Park, Madonna, Metallica, R.E.M. oder die Red Hot Chili Peppers werden bald nicht mehr auf YouTube zu finden sein.

Die Verantwortlichen bei Warner sind enttäuscht über die Höhe der Vergütung, die sich an den Werbeeinnahmen und den Videoaufrufen auf YouTube orientieren. In den jetzt gescheiterten Verhandlungen sollte eine laut Plattenfirma angemessenere und faire Entlohnung vereinbart werden. Zumal von den Mitbewerbern wie AOL und MySpace höhere Zahlungen erfolgen sollen. Der Streit deutet darauf hin, dass YouTube immer noch nicht so schnell Einnahmen generieren kann, wie einige Medienunternehmen dies fordern. Doch die Google-Tochter ist davon abhängig, mit diesen Firmen Vereinbarungen zu treffen, um Rechtsstreitigkeiten wegen Urheberechtsverletzungen zu vermeiden.

Andere Unternehmen setzen Zusammenarbeit fort

Warner hat wie Universal und Sony seinen Musikkatalog an YouTube kurz vor der Übernahmen durch Google im Jahr 2006 lizensiert. Das vierte Major-Label EMI folgte mit einem eigenen Deal 2007. Keine der anderen drei Plattenfirmen hat bislang angekündigt, Warners Entscheidung zu folgen. Aus den entsprechenden Unternehmenskreisen wird hingegen von neuen und lukrativeren Geschäftsmodellen mit YouTube gesprochen. Eine Reihen von Firmen wie die CBS Corp. haben ihre Partnerschaft mit dem Videoportal bereits erweitert.
Michael Posdziech
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