Samstag, 20.12.2008 09:01

"WeFind": Der deutsche Google-Konkurrent?

aus dem Bereich Sonstiges
"Ich weiß, es klingt verwegen, aber wir fordern tatsächlich Google heraus." Helmut Hoffer von Ankershoffen, Initiator und Chef der Berliner WeFind AG, ist sich der Dimension seines Zieles durchaus bewusst. "Google verfügt über einen Investitionsetat, der unseren um Größenordnungen übersteigt. Wir sind klar der Underdog, haben aber auch nichts zu verlieren." WeFind möchte Usern im deutschsprachigen Web eine "intelligente Suche in Spezialgebieten" ermöglichen und dabei die Ergebnisse übersichtlicher darstellen als der Branchen-Goliath aus Kalifornien.

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Mit dem Geschäft vertraut

Helmut Hoffer von Ankershoffen ist kein Neuling im Suchmaschinengeschäft. 1997 baute er als Softwarearchitekt die Suchmaschinen Fireball und Paperball mit auf. Ein Jahr später gründete mit Partnern die Neofonie GmbH. Die Technologie, die dort entwickelt wurde, bildet nun das Fundament von WeFind. "Da stecken 120 Entwicklerjahre an Arbeit drin", sagt der Neofonie-Geschäftsführer. Für ein "Verfahren zur Relevanzbewertung bei der Indexierung von Hypertext-Dokumenten mittels Suchmaschine" erhielt Hoffer von Ankershoffen im Jahr 2000 zusammen mit drei Kollegen ein Patent zugesprochen.

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"Wir fordern tatsächlich Google heraus." - Die WeFind-Oberfläche. Screenshot: onlinekosten.de


Im Gegensatz zu Google baut WeFind keinen riesigen Index möglichst vieler Seiten im Web auf, sondern fokussiert sich beim eigenen Index auf die Themenbereiche Nachrichten, Blogs, Wikipedia und Communities. Im Januar 2009 wird außerdem eine Personensuche eingeführt. Bei Suchen im World Wide Web greift WeFind auf den Web-Index von Yahoo! zurück. Betreffen die Suchanfragen medizinische Themen, nutzt WeFind den Katalog des Spezialportals Docinsider.de, Büchersuchen landen letztlich bei Amazon.

Ort der Anfrage wird mit berücksichtigt

Wenn ein Anwender eine Suchabfrage bei WeFind absetzt, ermittelt das System zunächst automatisch das inhaltliche Thema der Suche und gibt die gefundenen Treffer nach "Spezialgebieten" sortiert aus. Dabei registriert das System auch anhand der Internet-Adresse des Anwenders (IP-Adresse), aus welcher Region die Anfrage stammt. Damit können beispielsweise bei einer Suche nach dem Begriff "Masern" nicht nur Artikel als Ergebnis geliefert werden, in denen die Krankheit erläutert wird. Vielmehr erhalten die User auch eine Liste der Kinderärzte aus der Umgebung, die aus der Datenbank von Docinsinder.de stammt.
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 Warum "WeFind"? (2 Beiträge) 
    Zuletzt kommentiert von Semmel am 20.12.2008 um 22:52 Uhr
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