Donnerstag, 18.12.2008 08:51

Endlos billig? Toolani-Auslandsdienst im Test

aus dem Bereich Sonstiges
Der blumige Name "Toolani" steht im Altindischen für "endlos". So steht es auf der Webseite des Dienstes. Eine Übersetzung, die mancher Nutzer in Deutschland wohl zu wörtlich nahm - und wirklich endlos telefonierte.

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Nulltarif war zu beliebt

Allen Auslandstelefonierern wollte toolani.de eine Adventsfreude machen: Telefonieren zu Inlandskonditionen in alle Welt. Für Flatrate-Nutzer also zum Nulltarif. Nebeneffekt: Werbung in eigener Sache für das in Deutschland neueingeführte Callthrough-Portal.

Eine Woche ging es gut, dann schoben die Betreiber den Riegel vor. "Einige Nutzer telefonierten stundenlang, vermutlich gewerblich", so Geschäftsführer Michael Schöpfer gegenüber onlinekosten.de. "Sorry, so war das nicht gemeint", heißt es denn auch in der Info-Email an die Kunden. Und dann rasch zurückgerudert: Ab sofort gibt es ein Startguthaben von fünf Euro, das nach Belieben in rund 230 Länder auf Festnetz und Handy verbraucht werden kann. Das gilt auch für Bestandskunden.

"Günstig und ohne Headset"

Toolani ist in Österreich bereits unter dem Namen "Handykick" unterwegs. Der Betreiber fungiert nach dem Callthrough-Prinzip wie ein Knotenpunkt, der fünf beliebige Auslandsnummern in Inlandsnummern mit Berliner Vorwahl "übersetzt". Hinter der Idee steckt ein günstig eingekauftes Gesprächsvolumen, das an die Kunden weitergegeben wird, so Toolani auf seiner Webseite. Nutzer könnten je nach persönlichem Festnetz- oder Mobilvertrag bis zu 90 Prozent günstiger von Deutschland ins Ausland telefonieren, ohne auf Zusatzgeräte wie Headset und PC zurückgreifen zu müssen.

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Die Startseite. Foto: Toolani
Toolani-Kunden können mit den fünf Auslandsteilnehmern sprechen als säßen sie im Nachbarhaus – nämlich zu Inlandskonditionen. Hinzu kommt eine Gebühr aus der Tarifliste der Webseite: Ins chinesische Festnetz und ins Mobilnetz berechnet der Service beispielsweise 1,9 Cent pro Minute, in die Türkei 2,9 Cent ins Festnetz und 19,9 Cent aufs Handy. Der Betrag wird vom Fünf-Euro-Guthaben abgezogen. Nutzt der Anrufer ein Festnetzgerät mit Inlands-Flatrate, entstehen ihm keine weiteren Kosten. Telefoniert er vom Handy aus, kommen die Gebühren für die Einheiten nach Berlin – also ins Inland-Festnetz - hinzu. Es sei denn, er nutzt auch hier eine Festnetz-Pauschale.
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    Zuletzt kommentiert von sutadur am 18.12.2008 um 12:42 Uhr
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