Knapp drei Monate nach der letzten größeren Aktualisierung seines Betriebssystems
Leopard hat
Apple jetzt mit Mac OS X 10.5.6 ein neues Update veröffentlicht. Das Daten-Paket ist je nach Mac-Modell zwischen 190 und 370 Megabyte groß und kann ab sofort über die Funktion "Software-Aktualisierung" automatisch
heruntergeladen werden.
20 Sicherheitslücken beseitigt
Laut Apple umfasst das Update allgemeine Fehlerbehebungen für das Betriebssystem, mit denen die Stabilität, Kompatibilität und Sicherheit der Mac-Rechner verbessert werden. Außerdem wurden rund 20 Sicherheitslücken geschlossen. Verbessert wurden unter anderem die Adressbuch-Synchronisierung in Verbindung mit dem iPhone und
MobileMe sowie die Zuverlässigkeit von AirPort-Drahtlos-Verbindungen. Zudem hat Apple seinen Macs einen neuen Grafikkarten-Treiber spendiert, der besonders bei Spielen für mehr Leistung sorgen soll.
Kein DFU-Modus mehr
Für Unruhe in der Jailbreak-Szene sorgt dagegen der erneute Vorstoß von Apple, den
iPhone-Hackern mit dem aktuellen Update die Arbeit schwerer zu machen. So hat der Hersteller nicht nur die iPhone-Firmware selbst, sondern auch seine Macs mit neuen Schutzmaßnahmen versehen. Laut einem Bericht von macnews.de weigert sich der Rechner nach der Aktualisierung, ein iPhone im Device-Firmware-Update-Modus (DFU) zu erkennen. Grund dafür sei ein neuer USB-Treiber, der nach der Installation von Mac OS X 10.5.6 zum Einsatz kommt. Inzwischen haben findige Mac-Nutzer aber schon einen Weg gefunden, dieses Update-Problem mit wenig Aufwand zu umgehen. So sollten Anwender anstelle einer direkten Verbindung zwischen iPhone und Mac einfach einen USB-Hub dazwischen schalten.
Michael Friedrichs