Dienstag, 16.12.2008 08:15

Microsoft jagt Piraten mit Testkäufen

aus dem Bereich Sonstiges
Fast jede dritte Software ist eine Raubkopie. Das geht aus einer Studie der Agentur IDC hervor, die die Organisation Business Software Alliance (BSA) in Auftrag gegeben hat. Demnach liegt der Anteil raubkopierter Software in Deutschland derzeit bei 27 Prozent. Grund genug für Microsoft, zur Tat zu schreiten: Der Software-Gigant jagt die Software-Piraten derzeit verstärkt durch Testkäufe.

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Windows XP wird kopiert

Anlass ist der nahende Verkaufsstopp des Betriebssystems Windows XP. In solchen Fällen beobachten die Redmonder traditionell einen Anstieg der Raubkopien. "Fälschungen verursachen wirtschaftliche Schäden und verhindern neue Arbeitsplätze", so der Tenor im Hause Microsoft. Und die BSA liefert Zahlen: Etwa 12.300 neue Arbeitsplätze und 1,9 Milliarden US-Dollar Steuereinnahmen könnten entstehen, wenn der Anteil an illegal kopierter Software in Deutschland um zehn Prozent gesenkt würde.

Angesichts dieser Zahlen lassen die Redmonder nichts unversucht, um die Raubkopierer unschädlich zu machen. So gab der Konzern im August bekannt, beim nächsten System-Update auch die Gültigkeitsprüfung für XP zu verbessern. Nutzer, die die Echtheitsüberprüfung nicht bestehen, würden dann wie bei Windows Vista mit installiertem Service Pack 1 durch einen schwarzen Bildschirmhintergrund und eine dauerhaften Benachrichtigung am Bildschirmrand "gebrandmarkt".

Nutzer vor Schadcode schützen

Außerdem erklärte Microsoft bereits in Vergangenheit den 21. Oktober 2008 zum Anti-Piraterie-Tag und startete zeitgleich in 48 Ländern auf sechs Kontinenten Kampagnen zur Bekämpfung des organisierten Handels mit gefälschten Programmen.

Die "Treibjagd" finde auch im Sinne der Nutzer statt, versichert der Konzern. Das vermeintliche Software-Schnäppchen könne nämlich Schadcode beinhalten und so auf dem PC zur Zeitbombe mit bösen Folgen mutieren.

Einen Verdacht auf illegalen Software-Vertrieb können Nutzer bei Microsoft melden. Wer unsicher ist, ob er selbst über ein legales Betriebssystem verfügt, kann der Sache mit Hilfe des Produkt-Identifikations-Services auf den Grund gehen. Er überprüft für Fachhändler und Endkunden in Deutschland Microsoft-Produkte auf ihre Echtheit.
Dorothee Monreal
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    Zuletzt kommentiert von Holger_P am 20.12.2008 um 23:31 Uhr
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