Montag, 15.12.2008 13:07

Kreditkarten-Datenklau: Abbuchungen gemeldet

aus dem Bereich Sonstiges
Der Skandal um den Datenklau von zehntausenden Kreditkarten-Datensätzen der Berliner Landesbank (LBB), von dem unter anderem auch Kreditkarten von Amazon und ADAC betroffen waren, machte am Wochenende Schlagzeilen. Doch Kreditkartenkunden wurden bereits vor dieser Datenpanne vor verstärktem Missbrauch von Kreditkarten gewarnt.

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Bis zu 5.000 Euro abgebucht

Die "Frankfurter Rundschau" (FR), die den Datenklau am Wochenende öffentlich gemacht hatte, meldet nun, dass sich etliche Kunden mit Berichten über illegale Kreditkartenabbuchungen an das Blatt gewandt hätten. Die Kreditkarten seien teils mit bis zu 5.000 Euro belastet worden. Ob diese Abbuchungen allerdings mit dem aktuellen Fall in Verbindung stehen, ist derzeit unklar. Die LBB sowie der Finanzdienstleister Atos Worldline hatten Kreditkartenbesitzer schon vor der jetzt bekannt gewordenen Datenpanne davor gewarnt, dass ihre Kreditkarten missbraucht wurden.

Missbrauchsfälle mit Kreditkarten nehmen zu

Der "FR" lägen entsprechende Briefe an die Kunden von Ende September und Anfang Dezember vor. Darin informierten die Unternehmen über zunehmende Kreditkartenmissbräuche im Internet, insbesondere auch im aktuellen vierten Quartal. Betroffen seien Kunden, deren Kreditkarten-Abrechnungen von Atos Worldline erstellt wurden. Dazu gehören Karten von der DiBa-Bank, die Amazon-Karte der LBB, die ADAC Gold Mobile Doppel-Karte und Amazon-Kreditkarte. Die Polizei rät den Kunden die Abrechnung genau zu prüfen und bei Unregelmäßigkeiten die Bank zu kontaktieren.

Die wenigsten Kunden dürften wissen, wer alles Zugriff auf die gesammelten Daten hat. Wer etwa eine Kreditkarte vom Internet-Händler Amazon oder dem Verkehrsclub ADAC nutzt, die von der Berliner Landesbank ausgegeben wurde, betrachtet sich als Kunde von ADAC oder Amazon. Eine Name wie Atos Worldline fällt in diesem Zusammenhang so gut wie nie - obwohl in Datenverarbeitungsunternehmen wie dieser deutschen Tochter eines französischen Konzerns Milliarden Datensätze zusammenlaufen. Zwei Zahlen verdeutlichen die Dimension des Problems: In Deutschland sind mehr als 24 Millionen Kreditkarten und 93 Millionen EC-Karten im Einsatz.
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    Zuletzt kommentiert von Andre St. am 15.12.2008 um 13:12 Uhr
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