Montag, 29.12.2008 10:15

MP3-Player und Tanz-Roboter: Sony Rolly im Test

aus dem Bereich Computer
Er lässt laute Musik über die Lautsprecher ertönen, fegt dazu blinkend kreuz und quer über den Fußboden und setzt auch die Arme mit ein. Ja, hier geht es tatsächlich um einen MP3-Player – und zwar um den Sony Rolly. Die Japaner lassen den eiförmigen Entertainer schon länger tanzen, jetzt ist das kuriose Technikspielzeug mit Bewegungsdrang auch in Deutschland zu haben. Die Redaktion von onlinekosten.de hat den Sony Rolly zum Vortanzen eingeladen.

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Das 300-Gramm-Tanzei

Rolly tritt auch unter dem Namen SEP-30BT auf und trägt je nach Geschmack ein schwarzes oder weißes Outfit. Das weiße Testgerät misst 104x65x65 Millimeter und ist damit zwar nicht unbedingt größer, aber wesentlich dicker als ein herkömmlicher MP3-Player. Dass das Gerät mit der hübschen, glatten Oberfläche in keine Hosentasche passt, liegt daran, dass es zu Hause genutzt werden soll und nur so mobil sein muss, um von Zimmer zu Zimmer getragen werden zu können. Dies ist mit einem Gewicht von rund 300 Gramm natürlich problemlos möglich, auch wenn dies für einen MP3-Player sehr viel ist. Im Gegensatz zu einem Frühstücksei wurde das Sound-Ei sozusagen an beiden Enden "geköpft": Unter den kleinen Abdeckungen, die im ausgeklappten Zustand aussehen wie Ohren, von Sony aber als Arme angesehen werden, sitzt je ein 20-Millimeter-Lautsprecher. Die Neodym-Exemplare mit 1,2 Watt sollen einen "kraftvollen Stereo-Sound" abliefern, was bezogen auf die Geräte-Größe auch stimmt. Allerdings fallen die Bässe konstruktionsbedingt etwas schwach aus.

Mit Bluetooth

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Das tanzende Ei wiegt immerhin
300 Gramm. Bild: Sony
Was etwas unverständlich ist, ist der fehlende Kopfhörerausgang. Zwar ist der Player für die große Tanzeinlage im Wohnzimmer oder die Belustigung im Kinderzimmer vorgesehen, dennoch wäre es schön, wenn die lieben Kleinen auch mal nur für sich Musik hören könnten. Wer dennoch Kopfhörer nutzen möchte, könnte höchstens auf die Bluetooth-Schnittstelle ausweichen und ein entsprechendes kabelloses Exemplar verwenden. Auf diese Weise lässt sich das Gerät zum Beispiel auch als Lautsprecher für Handys verwenden. Welche Modelle unterstützt werden, ist auf rolly.sony-europe.com/support zu lesen. Die Streaming-Funktion konnte leider nicht getestet werden, da kein Bluetooth-Gerät mit Unterstützung des A2DP-Profils zur Verfügung stand – dies ist die Voraussetzung für die Verbindung.

Im Verpackungskarton befinden sich ansonsten eine Kurzanleitung, ein Handbuch eine Software-CD zum Erstellern von Tanz-Choreographien und ein USB-Kabel. Über dieses wird der Player nicht nur mit Musik in den Formaten MP3 oder AAC (nur ohne DRM) befüllt, sondern auch aufgeladen – wie üblich ist ein Akku integriert. Zusätzlich sind noch drei Songs mit passendem Bewegungsablauf dabei. Damit sich das gute Stück nicht selbständig macht, hat Sony noch eine Schale spendiert, die Rolly festhält.


Der Sony Rolly legt ordentlich los – vor allem ab Minute 1:20. Video: onlinekosten.de
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