Zwei Jahre früher als geplant hat das deutsche Fernsehen die Umstellung von analogem auf digitalen Antennenempfang abgeschlossen. Wie die zuständige Arbeitsgruppe von ARD und ZDF am Mittwoch in Hamburg mitteilte, wurden Ende November die letzten Gebiete von Nordbayern auf den Empfang des digitalen Antennenfernsehens DVB-T umgestellt. Damit sei es ARD und ZDF in Zusammenarbeit mit dem Sendernetzbetreiber Media Broadcast gelungen, "den vom Bundeskabinett bis 2010 geforderten Abschluss der Digitalisierung der Terrestrik bereits zwei Jahre früher als geplant zu realisieren", erklärte Thorsten Mann-Raudies, Leiter der "Task Force DVB-T Deutschland" von ARD und ZDF.
Einführung 2003
DVB-T wurde erstmals im Februar 2003 in Raum Berlin-Potsdam eingeführt und in den Jahren danach schrittweise ausgebaut. Seitdem wurden nach und nach rund 600 analoge TV-Sender der öffentlich- rechtlichen und privaten Programmanbieter abgeschaltet. Im Gegenzug wurden 488 DVB-T-Sender in Betrieb genommen. Mehr als 90 Prozent der Bevölkerung in Deutschland können nun digitales Fernsehen über eine Dachantenne empfangen, mehr als ein Drittel per Zimmerantenne.
Bis jetzt seien mehr als 16 Millionen Geräte mit DVB-T-Empfangsteil in Deutschland verkauft worden, heißt es in der Mitteilung unter Berufung auf Informationen der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (GfU). Über 800 verschiedene Typen von DVB-T-Empfängern seien im Handel erhältlich. Insbesondere der Anteil an tragbaren Fernsehgeräten und mobilen Empfangslösungen per Handys oder im Auto nehme stark zu. Informationen zur Empfangsmöglichkeit von DVB-T am jeweiligen Wohnort liefert die Website
www.ueberallfernsehen.de.
Saskia Brintrup
/ dpa