Betrugsfälle sind bei Auktionsportalen keine Seltenheit. Schutzmechanismen wie das Bewertungssystem und das Powerseller-Emblem können Missbrauch nicht verhindern. Auch wenn eBay betont, dass diesen Status nur gewerblich registrierte Verkäufer erhalten, die mindestens hundert Bewertungen vorweisen können. Und 98 Prozent davon müssen positiv sein.
Betrugsfälle häufen sich
Wölfe im Schafpelz gibt es trotzdem genug: So
verurteilte das Landgericht Darmstadt im Oktober einen Verkäufer aus dem südhessischen Dreieich wegen Betrugs. Er hatte zunächst pflichtbewusst die bestellten Computerteile versendet, um Kundenvertrauen aufzubauen. Dann blieb der Postausgang leer, während das Bankkonto sich weiter füllte - der Verkäufer kassierte Geld für lau.
Im Juli 2007 machte ein ähnlicher Fall Schlagzeilen, als sich der Top-Powerseller Selectronica GmbH mit dem Geld hunderter geprellter Kunden
vom Markt verabschiedete.
Augen auf bei langen Lieferzeiten
"Eine drastische Erhöhung der Angebote mit Vorkasseverlangen ist ein Warnzeichen, das eBay zum Eingreifen veranlassen sollte", finden daher die Macher von falle-internet.de. Bei ungewöhnlich langer Lieferzeit solle das Auktionshaus künftig hellhörig werden.
Wer fürchtet, dem möglichen Uhrenbetrüger auf den Leim gegangen zu sein, kann sich bei der örtlichen Polizeidienststelle oder online unter www.polizei-bonn.de melden. Auch auf testberichte.ebay.de gibt es Verhaltenstipps.
Das Weihnachtsgeschäft wird immer mehr von Online-Shopping bestimmt. Dazu gehören auch Auktionsplattformen wie eBay. Wer auf das bequeme Ersteigern und Shoppen per Mausklick nicht verzichten will, kann sich mit dem
Auktions-Checks und dem
Käuferschutz-Ratgeber vor bösen Überraschungen schützen.