Dienstag, 09.12.2008 17:16

Essener Unternehmen kauft Nokia-Werk in Bochum

aus dem Bereich Sonstiges
Ein halbes Jahr nach Schließung des Nokia-Standortes Bochum mit 2.300 Beschäftigten hat der finnische Handy-Konzern das Betriebsgelände an einen Essener Immobilienentwickler verkauft. Auf dem Areal soll ein Gewerbepark mit bis zu 1.000 Arbeitsplätzen entstehen. Vor allem ehemalige Nokianer sollen dort eine Chance bekommen. Den Verkaufserlös, der nach dpa-Informationen rund 20 Millionen Euro ausmachen soll, will Nokia in ein 60-Millionen-Programm "Wachstum für Bochum" investieren. Dieses Programm hatten Landesregierung, Nokia und die Stadt Bochum ins Leben gerufen. Das teilten die Beteiligten am Dienstag mit. Der Betriebsrat begrüßte die Entwicklung.

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Künftiger Gewerbepark

In das Programm bringen Land und Nokia im kommenden Jahr jeweils 20 Millionen Euro ein. Die restlichen 20 Millionen Euro sollen durch den Grundstücksverkauf erreicht werden. Im Gegenzug für das finanzielle Nokia-Engagement hat das Land die Rückforderung von rund 60 Millionen Euro gewährter Subventionen fallen lassen. Nach dpa-Informationen wird die volle Summe für das Wachstumsprogramm auch erreicht. Der Immobilienentwickler betreibe zudem bereits erfolgreich die Vermarktung des künftigen Gewerbeparks.

Vor allem für weniger hoch qualifizierte Ex-Nokianer würden neue Stellen entstehen. Ingenieure waren nach der Werksschließung zum großen Teil bereits untergekommen. Außerdem hatte Nokia den Bereich Handylösungen für Autos mit 240 Beschäftigten verkaufen können. Im Sommer gab es dann mit dem Hamelner Hersteller von Computer-Scannern, Scanbull Vertical Images, den ersten Investor auf dem Nokiagelände, der 150 neue Stellen schaffen wollte.
Saskia Brintrup / dpa
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