Auch Google, der Marktführer in Internet-Werbung, ist von der Wirtschaftskrise eingeholt worden. Der Suchmaschinen-Spezialist, bei dem in den vergangenen Jahren das Geld eher locker saß, greift zu Sparmaßnahmen. Google will mehrere Online-Projekte stoppen und seine Mittel zurückhaltender einsetzen, sagte Google-Chef Eric Schmidt dem "Wall Street Journal" vom Mittwoch.
Zurück zur Werbung
Zuletzt hatte Google bereits den Dienst SearchMash eingestellt, in dem mit der Anzeige von Suchergebnissen experimentiert werden konnte. In diesem Monat solle auch die erst im Sommer gestartete virtuelle Welt
Lively geschlossen werden. Die Kapazitäten würden verstärkt auf Kernbereiche konzentriert: Werbung im Internet und auf Mobiltelefonen sowie die online verfügbare Software für Unternehmen. Man werde auch einem Software-Entwickler nicht mehr ein Team von 20 Leuten zur Verfügung stellen, damit er ein neues Projekt entwickeln kann, sagte Schmidt.
Finanzpolster noch vorhanden
Google erwirtschaftet sein Geld bisher vor allem mit Klicks der Nutzer auf Suchanzeigen im Umfeld von Internet-Suchergebnissen. In der allgemeinen Konjunkturkrise drohen auch diese Einnahmen zu sinken. In den
vergangenen Quartal hielt sich Google aber trotz zum Teil skeptischer Prognosen von Branchenexperten noch ganz gut.
André Vatter
/ dpa