Soziale Netzwerke haben auch in Deutschland in kürzester Zeit Millionen von Internetsurfern, jung und alt, angezogen und begeistert. Allen voran steht bei deutschen Surfern
StudiVZ mit rund zwölf Millionen registrierten Mitgliedern. Doch das Fahrwasser ist auch für StudiVZ rauher geworden.
StudiVZ macht Verluste
Das 2007 vom Holtzbrinck-Verlag
übernommene Online-Netzwerk wird nicht nur von Konkurrenten wie
Facebook gejagt. Auch neue Portale wie schueler.cc oder wer-kennt-wen.de haben innerhalb kürzester Zeit Millionen Internetsurfer
anlocken können. Mitten in der Finanzkrise geht dann auch noch StudiVZ-Chef
Markus Riecke von Bord. Für dieses Jahr kann StudiVZ keine positiven Bilanzzahlen vermelden. Laut einem Bericht der "WirtschaftsWoche" (WiWo) wird im laufenden Jahr nur ein Umsatz von zehn Millionen Euro erzielt, der Verlust soll sich auf die gleiche Summe belaufen. Licht am Horizont sieht aber Jochen Gutbrod, der als stellvertretender Vorstandsvorsitzender bei Holtzbrinck für die Internet-Geschäfte verantwortlich ist. Bereits 2009 sollen keine Verluste mehr gemacht werden. "2010 wollen wir dann bei einem Umsatz von 30 Millionen Euro auch Gewinne machen", so Gutbrod gegenüber der "WiWo".
Zusammenarbeit mit Facebook?
Wie genau StudiVZ in die Gewinnzone kommen soll, ließ Gutbrod offen. Nach Angaben der "WiWo" gab es im Holtzbrinck-Verlag Überlegungen, mit dem deutschen Ableger von Facebook zusammenzugehen. Im Sommer seien dazu Gespräche geführt worden, die jedoch zunächst abgebrochen wurden.