Wie der "Spiegel" in einer Vorabmeldung zur kommenden Montags-Ausgabe berichtet, sind offensichtlich Hackerangriffe für die eingeschränkten Online-Dienste der Festnetzkunden verantwortlich. Schon seit Monaten können Kunden keine Rufumleitungen mehr im persönlichen Bereich einrichten.
Telekom in Bedrängnis
Dem Spiegel-Bericht zufolge sind Hacker-Angriffe der Grund für die Einschränkungen: Diese würden in das System eindringen und dort Rufumleitungen ins Ausland einrichten. Dem Magazin liegen Fälle vor, in denen betroffene Kunden Rechnungen von mehreren tausend Euro begleichen sollen. Die enormen Summen sollen dabei innerhalb weniger Tage zustande gekommen sein. In einem Brief an die Kunden spreche die Telekom von wiederholten Versuchen, in das System einzudringen und dort Manipulationen vorzunehmen oder Schäden anzurichten. Als Konsequenz hat die Telekom die Notbremse gezogen und den Dienst deaktiviert, um "weiteren Missbrauch zu vermeiden".
Ob ein Zusammenhang mit den anderen
Pannen des Branchenriesen besteht, ist derzeit noch nicht bekannt. Laut Telekom sind "einige hundert Kunden" Opfer von Hackern geworden.
Marcel Petritz