Deutschlands größter Kabelnetzbetreiber
Kabel Deutschland (KDG) will nach einem Verlust im abgelaufenen Quartal weiter Kosten sparen. Angesichts der schwierigen Rahmenbedingungen müsse das Unternehmen weiter am Ausbau der Marktstellung und an den Kostenstrukturen arbeiten, teilte KDG-Chef Adrian von Hammerstein am Mittwoch in München mit. "Nur so können wir die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens sichern."
22,3 Millionen Euro Verlust
Zwischen Juli und September fuhr das Unternehmen unter anderem durch Abschreibungen und höhere Steuern einen Verlust von 22,3 Millionen Euro nach einem Gewinn von 3,1 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum ein. Den Umsatz steigerte KDG um 15,4 Prozent auf 339,3 Millionen Euro. Der durchschnittliche monatliche Umsatz pro Kunde (ARPU) legte von 9,37 Euro auf 10,92 Euro zu.
Viele neue Telefon- und Internet-Kunden
Insgesamt wurden bei Kabel Deutschland 11,26 Millionen Abonnements abgeschlossen. Das sind 190.000 mehr als Ende Juni. Den Hauptteil davon machen klassische Kabel-TV-Abos aus (9,28 Millionen).
Wie Unitymedia konnte KDG aber insbesondere mit digitalen Telefon- und Internet-Diensten punkten. Die Zahl der Telefon-Kunden stieg im letzten Quartal um 77.000 auf 530.000, während die Zahl der Breitband-Internet-Abos um 66.000 auf 548.000 zulegte. Dagegen stagnierte das Wachstum bei den Pay-TV-Kunden. Hier konnte KDG nur um 4.000 Abos auf nun 823.000 Abonnenten wachsen.
Vor rund zwei Wochen hatte KDG bereits den
Abbau von zahlreichen Arbeitsplätzen in seinem technischen Service bekanntgegeben. Betroffen sind 204 von 722 Arbeitsplätzen in diesem Bereich. Insgesamt beschäftigt das Unternehmen rund 2.750 Mitarbeiter.
Hayo Lücke
/ dpa